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Anhalt: „Zwei Frauen entscheiden faktisch über die Zukunft unseres Bundeslandes“, sagt Reiner Haseloff

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Der ehemalige Ministerpräsident Reiner Haseloff sieht bei den Gesprächen rund um eine Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt vor allem in AfD-Co-Chefin Alice Weidel und Sahra Wagenknecht (BSW) die entscheidenden Akteure. Beim „Talk Spezial“ auf WELT TV sagte er: „Zwei Frauen entscheiden faktisch über die Zukunft unseres Bundeslandes.“

Auf Nachfrage von WELT-Chefredakteur Helge Fuhst, wen er damit genau meine, konkretisierte Haseloff: „Frau Weidel und Frau Wagenknecht, die sich möglicherweise hier in Berlin irgendwo schon getroffen haben oder treffen. Es ist ja nicht so, dass so ein Weg des Gegenseitigen ins Amt bringend, dass der ohne die Vorstandsebene dort realisiert wird.“

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Entgegen einer Aussage aus der Vergangenheit werde er auch im Falle einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt leben, betonte Haseloff. Das Heimatland bleibe das Heimatland, betonte er. Er erklärte: „Meine Familie lebt da schon seit Jahrhunderten und demzufolge ist das klar für mich, dass ich dort weiter aktiv bleibe.“ Im vergangenen Jahr hatte Haseloff in einem Interview mit „Bild“ gesagt: „Wenn die AfD zur Macht käme, dann wäre für mich wirklich die Grundsatzüberlegung, ob ich nach 72 Jahren meine Heimat verlassen würde.“ Für ihn wäre das dann „eine unerträgliche Atmosphäre“.

Allerdings sei es auch noch nicht so weit, dass die AfD in Sachsen-Anhalt die Regierung bilde, betonte Haseloff nun. Sie habe auch „keinen Koalitionspartner in Aussicht“. Bis kein neuer Ministerpräsident ins Amt gewählt werde, bleibe Sven Schulze (CDU) geschäftsführend im Amt. „Notfalls die ganze Legislaturperiode“, sagte er.

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Dass Bundeskanzler Friedrich Merz trotz langanhaltender Kritik angesichts der hohen Spritpreise erst am Dienstag Entlastungen ankündigte, verteidigte Haselhoff. Die Besetzung der Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab durch Huthi-Rebellen sei „nochmal ein dynamischer Punkt“ gewesen. Er erklärte: „Ich glaube nicht, dass er sozusagen damit auch eine grundsätzliche Positionsveränderung vornimmt.“ In den anderthalb Jahren seiner Regierungszeit habe Merz vieles als „Rucksack“ von Vorgängerregierungen tragen müssen.

Er empfehle Merz mit einer „empathischen“ Rede an die Nation wieder Zugang zum eigenen Volk zu finden. Dass sei nötig, weil auch Merz selbst wisse, dass er „der schlecht angesehenste Kanzler“ aller Zeiten sei.

nw

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