Ann Widdecombe: Ermittler nennen Hammerschläge als Todesursache von Widdecombe
Nach dem Tod der britischen Politikerin Ann Widdecombe haben Ermittler Hammerschläge als Todesursache bestimmt. Bei einer Gerichtsanhörung sagte Staatsanwalt Kashif Malik mit Verweis auf ein Überwachungsvideo, dass die Frau mit 21 Hammerschlägen auf den Kopf getroffen worden sei. Die Todesursache sei nach bisherigen Erkenntnissen stumpfe Gewalteinwirkung. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft für einen 28-jährigen Angeklagten an. Der Brite hielt sich Staatsanwalt Malik zufolge am Tag der Tat nur zwei Minuten auf dem Grundstück Widdecombes auf. Auf einem Überwachungsvideo sei zu sehen, wie der Mann mit schwarzen Handschuhen in ihr Haus gekommen sei und Widdecombe nach Bankkarten und ihrem Ausweis gefragt habe. Danach hat er laut Staatsanwalt mit einem Hammer auf die Politikerin eingeschlagen. Nach der Tat habe der Angeklagte die Geldbörse von Widdecombe genommen. Die Leiche der 78-Jährigen wurde erst einen Tag nach der Tat, am 9. Juli, von ihrem Gärtner gefunden, nachdem sie nicht zu einem geplanten Fernsehinterview erschienen war. Der angeklagte Mann war unter dem Verdacht des Mordes und des Begehens terroristischer Handlungen am 11. Juli in South Yorkshire festgenommen worden, mehr als 400 Kilometer vom Wohnort Widdecombes entfernt. Er wurde wegen Mordes angeklagt, die Staatsanwaltschaft prüft laut eigenen Angaben jedoch weiterhin einen terroristischen Hintergrund. Der Prozess soll im Juni 2027 beginnen.