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Ann Widdecombe: Tod von Brexit-Politikerin - Polizei nimmt Mann fest

Welt

Nach dem Tod der langjährigen Abgeordneten und Brexit-Befürworterin Ann Widdecombe rätselt die britische Polizei über die Hintergründe der Tat. Die 78-Jährige war am Donnerstag tot in ihrem Zuhause in Haytor in der englischen Grafschaft Devon aufgefunden worden. Laut Polizei soll sie schwer verletzt worden sein. Nun laufen Ermittlungen wegen Mordes.

Ein 26 Jahre alter Brite sei unter Mordverdacht festgenommen worden, sagte Matt Longman von der Devon and Cornwall Police bei einer Pressekonferenz. Zu einem möglichen Motiv äußerte er sich zunächst nicht. Die Ermittler gingen derzeit aber weder von einem terroristischen Hintergrund noch von einer politisch motivierten Tat aus. »Das ist ein extrem tragischer Vorfall«, sagte Longman.

Innenministerin Shabana Mahmood bezeichnete Widdecombes Tod als »äußerst erschütternd«. »Das Innenministerium ist bereit, bei den laufenden Ermittlungen jede erforderliche Unterstützung zu leisten«, schrieb die Labour-Politikerin auf X. Sie bat die Bevölkerung, Spekulationen zu vermeiden. Auch der britische Premierminister Keir Starmer zeigte sich bestürzt und sprach der Nachrichtenagentur PA zufolge von einer »sehr schockierenden Nachricht«.

Widdecombe saß jahrelang für die Konservativen im britischen Parlament. In den Neunzigerjahren war sie Ministerin. 2019 zog sie schließlich für die Brexit-Partei in das Europäische Parlament ein und war dort bis zum Austritt Großbritanniens aus der EU aktiv.

Die zum Katholizismus übergetretene Politikerin vertrat ultrakonservative Ansichten: Sie forderte die Wiedereinführung der Todesstrafe, sprach sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Selbstbestimmung von trans Personen aus. Den Brexit verglich sie einmal mit der Sklavenbefreiung.

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