Annalena Baerbock wünscht sich Frau als nächste Generalsekretärin der Uno
Dieser Ausdruck wurde am 29.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Nachfolge für António Guterres Baerbock wünscht sich eine Frau als nächste Generalsekretärin der Vereinten Nationen Im Dezember endet die Amtszeit von António Guterres als Uno-Vorsteher. Er ist der neunte Mann im Amt des Generalsekretärs. Annalena Baerbock, derzeit noch Präsidentin der Uno-Generalversammlung, will das ändern. 29.07.2026, 09.14 Uhr War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! Die scheidende Präsidentin der Uno-Generalversammlung, Annalena Baerbock (Grüne), hat sich explizit für eine Nachfolgerin von Uno-Generalsekretär António Guterres ausgesprochen. »Es ist Zeit für eine Frau«, sagte Baerbock der »Süddeutschen Zeitung« vom Mittwoch. Bislang hatten ausschließlich Männer das mächtigste Amt bei den Vereinten Nationen inne. »Die Hälfte der Menschheit sind Frauen und Mädchen«, sagte Baerbock. »Wie möchte eine Institution, die acht Milliarden Menschen vertritt und seit 80 Jahren für Menschenrechte einsteht, erklären können, dass sie auch nach acht Jahrzehnten erneut keine Frau an ihrer Spitze finden kann?« Als Präsidentin der Generalversammlung moderiert Baerbock den Prozess zur Findung eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin des Portugiesen Guterres, dessen Amtszeit im Dezember endet. Derzeit gibt es vier Bewerberinnen und zwei Bewerber. Eine eigene Kandidatur schloss Baerbock aber aus. Auf die Fragen, ob sie sich vielleicht nicht doch noch als Uno-Generalsekretärin bewerben wolle, sagte sie: »Nein. Nach den ungeschriebenen Rotationsregeln ist Lateinamerika dran. Es gibt hervorragende Frauen aus dieser Region.« Mit Dank an Merkel Baerbock sprach in dem Interview auch über Anfeindungen gegen Frauen in Führungspositionen. »Gut gelaunte Frauen in Machtpositionen sind für manche Männer weiterhin keine Selbstverständlichkeit, sondern offensichtlich der schlimmste Trigger«, sagte sie. »Wir sind aber mittlerweile zu viele. Und wir Frauen werden uns nicht dafür entschuldigen oder gar aufhören, selbstbewusst, erfolgreich und zugleich lebensfroh zu sein.« Auf die Frage, welche Frauen ihr in diesem Sinne die Türen für ihre politische Karriere geöffnet hätten, sagte Baerbock: »Ohne Angela Merkel als Kanzlerin wäre ich wahrscheinlich niemals erste weibliche Außenministerin geworden.« mrc/AFP