Anschlag: Ballouts Mutter berichtet von seinen letzten Anrufen vor der Tat
Die Mutter des 21-jährigen Abdul Ballout hat der „Bild“ geschildert, wie sie die letzten Stunden vor dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day erlebt hat. Ballout war am 25. Juli mit einem Transporter in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau starb, mindestens 31 Menschen wurden verletzt. Anschließend soll er mehrere Menschen mit einer Machete angegriffen haben. Am Tag danach wurde Ballout von der Polizei erschossen. Dem Bericht zufolge soll sie den Reportern Videos und Fotos ihres Sohnes als Kind und als Jugendlicher gezeigt haben. Sie habe von gemeinsamen Fernsehabenden, Monopoly-Runden und ausgelassenen Momenten mit ihrer Familie berichtet. „Er war ein guter Mensch“, sagte sie demnach. Die letzten Anrufe Ballouts Mutter soll der „Bild“ von mehreren Anrufen am Abend der Tat erzählt haben. Ihr Sohn habe immer wieder gefragt, ob es ihr gut gehe, und ihr geschrieben: „Pass auf dich auf.“ Kurz vor dem Anschlag soll er den Lebensgefährten seiner Mutter außerdem aufgefordert haben, sie in Sicherheit zu bringen. Als die Mutter nach dem Familienessen nach Hause gekommen sei, habe sie auf dem Schuhschrank Unterlagen gefunden. Ein Papier habe gezeigt, dass ihr Sohn den Transporter gemietet hatte. Noch in derselben Nacht sei sie damit zur Polizei gefahren und stundenlang vernommen worden. Die Mutter habe angeblich von konkreten Tatvorbereitungen nichts bemerkt. Ihr Sohn habe in den Tagen zuvor allerdings nervös gewirkt und mehrfach seine Telefonnummer gewechselt. Bis heute hält sie an ihrem Bild von Abdul fest. Sie könne den Täter nicht mit dem Sohn zusammenbringen, den sie gekannt habe. Den Opfern der Tat würde sie sagen, dass es ihr leidtue – aber auch: „Ich würde ihnen auch sagen, dass es mein Sohn nicht war.“ (Tsp)