Anschlag in Leipzig: Putin verurteilt Berlins Strafmaßnahmen gegen Russland
Die Reaktion der Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz sei vorwiegend innenpolitisch motiviert, so Putin: »Meiner Meinung nach läuft dies eindeutig den Interessen des deutschen Volkes zuwider«, sagte der Kremlchef und ergänzte, die Reaktion der Bundesregierung hänge mit den »bevorstehenden Wahlkämpfen« zusammen.
»Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt«, sagte Putin nach einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Die Zukunft der derzeitigen politischen Spitze Deutschlands stehe bei den kommenden Wahlen aufgrund der wirtschaftlichen Probleme auf dem Spiel.
Am 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe standen mehrere ukrainische Frachtflugzeuge (mehr zu dem Vorfall hier ). Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine.
Russland hatte eine Beteiligung an dem Vorfall bestritten und behauptet, es handle sich um eine Provokation, die »ausschließlich den Zielen Kyjiws und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse dient«. Die Ukraine und die Regierungen in Europa bräuchten Argumente, um weiter »unbegrenzte finanzielle Mittel in die Hände eines korrupten Regimes« in Kyjiw fließen zu lassen, hieß es in einer früheren Stellungnahme der russischen Botschaft in Berlin. Der Botschafter habe die deutschen Anschuldigungen als »unbegründet, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend« zurückgewiesen.