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Antarktis: Ozonloch über der Antarktis ist zweites Jahr in Folge deutlich kleiner

Welt

Das Ozonloch über der Antarktis ist im vergangenen Jahr so klein gewesen wie selten seit Anfang der 1990er-Jahre. Es sei das zweite Jahr in Folge, dass sowohl die horizontale Ausdehnung als auch die vertikale Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 lagen, teilte die Weltwetterorganisation (WMO) mit. »Das ist eine Erfolgsgeschichte im Umweltschutz. Seit dem Jahr 2000 erholt sich die Ozonschicht, und wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird«, sagte WMO-Chefin Celeste Saulo.

Die WMO führt den Erfolg auf das schrittweise Verbot von Stoffen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zurück. Diese hatten das 1985 erstmals beschriebene Loch über der Antarktis verursacht. Die Substanzen wurden unter anderem in Kühlanlagen und Löschschäumen eingesetzt. Im Jahr 1987 wurde das Montrealer Protokoll beschlossen, das die Abschaffung von für die Ozonschicht schädliche Stoffen regelte.

Ozonschicht schützt vor gefährlichen UV-Strahlen

Einen ähnlichen langfristigen Trend zur Erholung der Ozonschicht sieht die WMO in der Arktis. Im vergangenen Jahr sind die Ozonwerte in einigen Gebieten der nördlichen Hemisphäre laut Weltwetterorganisation wegen anderer meteorologischer Phänomene gesunken. Dabei handele es sich aber nicht um ein Loch wie über der Antarktis. Vielmehr gebe es dort vorübergehend eine Art Verdünnungseffekt.

WMO-Chefin Saulo rechnet auf Grundlage dieser Daten mit einer vollständigen Erholung der Ozonschicht innerhalb mehrerer Jahrzehnte. Laut einem Bericht aus 2023 könnte sich die Ozonschicht über der Arktis bis 2045 und über der Antarktis bis 2066 komplett regeneriert haben.

Die Ozonschicht ist wichtig, weil sie Menschen und die Erde vor gefährlichen UV-Strahlen der Sonne schützt. Diese können zum Beispiel Hautkrebs verursachen.

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