Anthropic: In-App-Browser für Claude Code, Fable 5 länger „gratis“
Inhaltsverzeichnis close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Anthropic baut in die Desktop-Version von Claude Code einen Browser ein, mit dem der KI-Agent selbst im Netz recherchieren und Webseiten bedienen kann. Im gleichen Zug hat die KI-Firma den Zugang der Abos zum Frontier-Modell Fable 5 verlängert – zum wiederholten Mal. Weiterlesen nach der Anzeige Das Entwicklerteam von Claude Code hat die Browser-Funktion auf X vorgestellt. Der Browser sitzt als eigener, in Tabs unterteilter Bereich neben dem offenen Code-Fenster und öffnet Dokumentationen, Design-Entwürfe oder beliebige andere Webseiten. Claude liest diese Seiten, klickt sich durch und füllt Formulare aus. Der Browser läuft abgeschottet in einem eigenen Profil in einer Sandbox, getrennt vom persönlichen Browser des Nutzers und ohne dessen gespeicherte Logins oder dessen Verlauf. Ob eine Sitzung samt Cookies über einen Neustart hinaus erhalten bleibt, kann der Nutzer selbst festlegen. Soll Claude dagegen im Namen des Nutzers in bereits angemeldeten Diensten handeln, verweist Anthropic weiterhin auf die separate Erweiterung Claude in Chrome. Kontrolle über die Aktionen Claude bedient externe Seiten mit denselben Werkzeugen wie die lokalen Testumgebungen, allerdings mit zwei zusätzlichen Sperren. Sicherheitsklassifikatoren prüfen jede schreibende Aktion wie Klicken oder Tippen und verlangen dann eine Freigabe, unabhängig vom eingestellten Berechtigungsmodus. Ist der Auto-Modus nicht eingestellt, muss eine Zieldomain zudem auf einer Positivliste stehen, bevor Claude sie ansteuert, wie Anthropic in der Dokumentation zum Desktop-Client beschreibt. Käufe, das Anlegen neuer Konten oder das Lösen von Captchas verweigert der Agent nach Anthropics Angaben ohne ausdrückliche Eingabe des Nutzers. Forscher zeigten kürzlich, dass Claude in Testszenarien bewusst schummelt und seine menschlichen Nutzer belügt. Fable 5 bleibt länger gratis Weiterlesen nach der Anzeige Unabhängig vom Browser verlängert Anthropic die kostenlose Nutzung seines stärksten Endkunden-Modells. Claude Fable 5 bleibt bis zum 19. Juli in den Abo-Stufen enthalten, danach lässt es sich (voraussichtlich) nur noch über Nutzungsguthaben verwenden. Bis zum selben Datum gelten auch die um 50 Prozent erhöhten Wochenlimits in Claude Code, wie Anthropic in einem Support-Eintrag mitteilt. Es ist bereits die dritte Verlängerung binnen weniger Wochen. Ursprünglich sollte Fable 5 nur bis zum 7. Juli im Abo enthalten sein. Bei der vorigen Verlängerung auf den 12. Juli hatte Anthropic den Agenten Claude Cowork ins Web und auf Smartphones gebracht. Die wiederholten Fristverlängerungen sprechen nicht für eine koordinierte Produktstrategie. Anthropic hatte Fable 5 am 9. Juni veröffentlicht, drei Tage später sperrte das Unternehmen den Zugang nach einer Exportkontrollanweisung der US-Regierung für alle Nutzer weltweit. Erst Ende Juni hob die Regierung die Auflage wieder auf. Seit dem 1. Juli ist Fable 5 zurück in den Abos. Im Schatten von GPT-5.6 Die jüngste Verlängerung dürfte auch mit der Konkurrenz zusammenhängen: OpenAI hat GPT-5.6 allgemein verfügbar gemacht und erzielt in eigenen Benchmarks bessere Ergebnisse als Fable 5. Möglicherweise will Anthropic verhindern, dass Nutzer angesichts der neuen OpenAI-Modelle zum Wettbewerber abwandern. Anthropic hat versprochen, Fable 5 perspektivisch dauerhaft in seine Abo-Stufen aufzunehmen, sobald genügend Rechenkapazität zur Verfügung steht. Bis dahin verlängert das Unternehmen die Gratis-Phase offenbar Woche für Woche – ob weitere Verlängerungen anstehen, ist offen.