Antonio Alvarez III: „Ich würde nicht gegen Deutschland wetten“
München. Die Krise ist sein Geschäft. Antonio Alvarez III („Tony III“) hat die von seinem Vater mitgegründete Managementberatung Alvarez & Marsal (A&M) im Jahr 2001 nach Europa gebracht. Seitdem führt er hierzulande die Geschäfte. Eines seiner ersten Projekte brachte ihn nach Deutschland – nach Oberpfaffenhofen zur Liquidation des Flugzeugbauers Fairchild Dornier. Im Gespräch mit dem Handelsblatt schildert er, wie das Krisenberatungsgeschäft von A&M funktioniert und warum es deutlich schneller wächst als das von Konkurrenten wie McKinsey oder Roland Berger: „Wir sind sehr bodenständige und zupackende Restrukturierungs- und Krisenberater“, sagt Alvarez. Gerade auch in Deutschland boomt das Geschäft von A&M. Dieses Jahr liegt die Beratung hierzulande eigenen Angaben zufolge beim Umsatz erneut 30 Prozent über dem Vorjahreswert. Zum Standort Deutschland sagt Alvarez: „Deutschland ist in vielen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig. Wer nur versucht, den Status quo zu schützen, schadet der Zukunft.“ Reformen für eine erfolgreiche Transformation seien „unverzichtbar“.