Anwält verrät neue Details über Christa Pike
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Nach gescheiterter Hinrichtung in den USA: Christa Pike kann wieder sprechen und gehen
Von: Jennifer Lanzinger
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Drei Wochen nach ihrer abgebrochenen Hinrichtung in Tennessee erholt sich Christa Pike schrittweise. Die 50-Jährige kann wieder sprechen und selbstständig gehen.
Tennessee/USA – Rund drei Wochen nach der gescheiterten Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee verbessert sich der körperliche Zustand der Todeskandidatin Christa Pike offenbar schrittweise. Wie ein Anwalt Pikes gegenüber dem US-Portal TMZ verriet, ist Pike inzwischen wieder in der Lage, zusammenhängende Sätze zu sprechen und zunehmend selbstständig zu gehen.
Christa Pike kann nach gescheiterter Hinrichtung wieder vollständige Sätze sprechen
Die Hinrichtung von Christa Pike per Giftspritze war am 30. September 2026 nach gravierenden Komplikationen bei der Verabreichung nach zwei Dosen Pentobarbital gestoppt worden. Nachdem die Exekution gescheitert war, wurde die Verurteilte bewusstlos in ein Krankenhaus eingeliefert. Ihre Verteidiger hatten nach dem Vorfall zeitweise befürchtet, Pike könnte schwere Hirnschäden erlitten haben oder hirntot sein. Doch Christa Pike überlebte.
Mittlerweile wurde Pike aus der Klinik entlassen und zurück in die Haftanstalt verlegt. Wie ihr Anwalt dem Portal weiter erklärt, werde der Zustand seiner Mandantin weiter beobachtet. Demnach sei es erst in den kommenden Monaten absehbar, ob Pike langfristige Schäden davontrage.
Anwälte sprechen von schweren Verletzungen
Pikes Anwälte schilderten kurz nach dem Hinrichtungsversuch schwere Komplikationen. Demnach dauerte es etwa eine Stunde, die intravenösen Zugänge zu legen. Allein am linken Arm hätten sie mindestens sieben Einstiche gezählt. Eine der Nadeln sei nach dem herausziehen verbogen gewesen. Während der Prozedur habe Pike über starke Schmerzen geklagt und ihr rechter Arm habe sich violett verfärbt. Nach der ersten Dosis habe sie noch gesprochen und gesungen. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus seien beide Arme geschwollen, verbrannt und mit Blasen übersät gewesen.
Gouverneur stoppt alle Hinrichtungen in Tennessee
Der beispiellose Vorfall hat im Bundesstaat Tennessee weitreichende Konsequenzen ausgelöst: Gouverneur Bill Lee ordnete nach dem Fiasko einen sofortigen Stopp aller weiteren Hinrichtungen für das laufende Jahr an. Wie die Justizbehörden künftig mit dem rechtskräftigen Todesurteil gegen Pike verfahren werden, ist derzeit juristisch völlig offen.
Pike war 1996 für den Mord an der damals 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zur Tatzeit 18 Jahre alt. Slemmer war 1995 in einem abgelegenen Gebiet nahe Knoxville über längere Zeit gefoltert und schließlich getötet worden. Pikes Hinrichtung wäre die erste einer Frau in Tennessee seit mehr als 200 Jahren gewesen.