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Weißes Haus soll Starshield-Einsatz gedrosselt haben – Musk teilt gegen Selenskyj aus

Von: Christian Stör

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Die USA sollen Starshield für die Ukraine gedrosselt haben. Das traf laut Berichten auch Abfangdrohnen gegen russische Angriffe.

Kiew – Die Anordnung zur Drosselung des von der Ukraine genutzten US-Satellitensystems Starshield kam nach Angaben von Insidern aus dem Weißen Haus. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei US-Beamte und einen westlichen Regierungsvertreter.

Betroffen ist Starshield, die militärische Version des Satellitendienstes Starlink von SpaceX. Die ukrainische Armee nutzt das System im Ukraine-Krieg intensiv für Kommunikation, Aufklärung und die Steuerung von Drohnen. Wer die Entscheidung konkret traf und wie sie technisch umgesetzt wurde, blieb zunächst unklar.

Starshield im Ukraine-Krieg: Geschwindigkeitsbegrenzung bremst Drohnenabwehr aus

Die Systeme wurden nach Medienberichten am 13. und 14. Oktober ohne Vorwarnung gedrosselt. Empfänger funktionierten in Bewegung plötzlich nur noch bis zu einer Geschwindigkeit von 100 Meilen pro Stunde (ca. 161 km/h). Ukrainische Offiziere erklärten, dies habe Angriffsmissionen gegen die russische Logistik in besetzten Gebieten massiv erschwert.

Besonders heikel: Auch Abfangdrohnen gegen russische Shahed- und Geran-Drohnen wurden durch das Tempolimit beeinträchtigt. Moderne ukrainische Abfangjäger fliegen deutlich schneller als 161 km/h, um herannahende Kamikaze-Drohnen abzufangen. Während das Verteidigungsministerium in Kiew später mitteilte, die Verbindung sei weitgehend wiederhergestellt, blieb unklar, ob alle Beschränkungen vollständig aufgehoben wurden.

Druck auf Kiew wegen Angriffen auf russische Ölraffinerien

Hintergrund der Spannungen ist offenbar der politische Druck aus Washington. US-Präsident Donald Trump fordert von Kiew einen Stopp der Angriffe auf russische Ölraffinerien und macht diese für steigende Energiepreise verantwortlich. Bei einem Treffen in Miami am 9. Oktober traten US-Gesandte Berichten zufolge hart auf; laut Axios soll sogar mit einem Stopp des Geheimdienstaustauschs gedroht worden sein, was ein US-Beamter jedoch bestritt. Parallel schloss Washington ein Diesel-Abkommen mit Russland über mehr als 2,25 Millionen Barrel ab – ein Schritt, den zwölf US-Senatoren in einem Protestbrief scharf kritisierten.

Hintergrund: Warum Kiews Schläge gegen Russlands Ölindustrie Washington alarmierten

Strategische Nadelöhre getroffen: Die Ukraine greift mit weitreichenden Kamikaze-Drohnen gezielt Destillationsanlagen russischer Großraffinerien an, wie Analysen zu den Schäden der russischen Wirtschaft zeigen.

Massive Ausfälle: Nahezu jede strategische Großraffinerie im europäischen Teil Russlands wurde attackiert. Die Rohölverarbeitung in Russland fiel zeitweise auf historische Tiefstände, was eine schwere Treibstoffkrise in Russland auslöste.

Wirtschaftlicher Druck: In Dutzenden russischen Regionen führten die Ausfälle zu Treibstoffengpässen und Exportverboten, wie Berichte über lahmgelegte russische Raffinerien belegen.

Diplomatischer Konflikt: Da Washington weltweite Energieschwankungen fürchtet, geriet Kiew zunehmend unter Druck, die Angriffe einzustellen.

Streit über politische Verantwortung

SpaceX-Chef Elon Musk erklärte auf der Plattform X, Starshield gehöre der US‑Regierung. Über Beschränkungen von Geschwindigkeit oder Nutzung entscheide allein das US-Militär und letztlich der US‑Präsident. Ein hochrangiger US-Beamter wies dies zurück und betonte, eine solche Forderung habe der Präsident nie gestellt. Laut Reuters wurde der Ukraine mitgeteilt, die Entscheidung sei im Weißen Haus gefallen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte unterdessen vor den tödlichen Folgen der Netzeinschränkungen: „Menschen sterben wegen dieser Entscheidung“, sagte er in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. Ob Trump selbst oder jemand anderes ihn gedrängt habe, wisse er nicht. Für die Ukraine gehe es an der Front nicht um geschäftliche Interessen, sondern um das Überleben. Das Pentagon, SpaceX und die ukrainische Botschaft reagierten laut Reuters nicht auf Anfragen.

Elon Musk selbst reagierte mit scharfen Angriffen auf X und forderte unter anderem den Rückzug Selenskyjs: „Es ist Zeit für Selenskyj, zu gehen.“ Er schrieb außerdem: „Das Massaker geht weiter“; zudem teilte er Posts, die Selenskyj Korruption und fehlendes Interesse an Friedensverhandlungen vorwerfen. (Quellen: Reuters, Kyiv Post, Kyiv Independent, Tagesspiegel) (cs)

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