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Apnoetauchen: Minja Marinković verpasst deutschen Rekord nach Ohnmacht

Nation

Dieser Ausdruck wurde am 08.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Minja Marinković Er tauchte 85 Meter tief, wurde aber beim Aufstieg ohnmächtig – Apnoetaucher verpasst deutschen Rekord

Der Taucher Minja Marinković hat einen deutschen Rekord im Starnberger See knapp verfehlt. Die nötige Tiefe hatte er erreicht, aber bei der Rückkehr verlor er das Bewusstsein.

08.08.2026, 14.59 Uhr

Apnoetaucher Minja Marinković hat den neuen deutschen Tiefenrekord in einem See knapp verfehlt. Der 29-Jährige tauchte im Starnberger See an der Allmannshauser Steilwand auf die angestrebten 85 Meter ab. Doch beim Auftauchen aus dem gut dreiminütigen Tauchgang wurde er kurz vor der Oberfläche in etwa drei Meter Tiefe ohnmächtig – damit zählt der Rekord nicht.

Bei der Rückkehr ans Ufer wurde er dennoch mit viel Applaus begrüßt. Es gehe ihm gut, es sei nicht dramatisch, sagte er kurz nach dem Tauchgang. Dass man scheitere, »das gehört zum Sport«. Er werde es wieder versuchen.

Die große Herausforderung in Seen sind die Dunkelheit und die Kälte. Der bisherige deutsche Rekord in der Disziplin lag bei 80 Metern und stammte aus dem Jahr 2011. Im Meer wurden schon größere Tiefen erreicht.

Mund-zu-Nase-Beatmung an der Wasseroberfläche

Marinković wurde von einem Sicherungstaucher nach oben gebracht, kurzzeitig Mund zu Nase beatmet und bekam dann Sauerstoff. Er war schnell wieder bei Bewusstsein.

Drei Sicherungstaucher und eine Ärztin hatten den Versuch begleitet. Wettkampfrichter des Apnoe-Tauch-Verbandes Aida International konnten Marinković den Rekord nicht bestätigen. Denn Voraussetzung ist unter anderem, dass der Taucher aus eigener Kraft nach oben kommt und bei Bewusstsein ist.

Die Hauptgefahr beim Freitauchen ist Bewusstlosigkeit durch Sauerstoffmangel. Wettkämpfe finden deshalb unter streng kontrollierten Bedingungen statt, mit Sonar, Gegengewichtssystem und mehreren Sicherungstauchern.

bka/dpa

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