DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold +0,17 % 4.107,00 USD 22:59:54 Silber -1,75 % 57,79 USD 22:59:48 Brent +1,22 % 90,12 USD 20:28:19 WTI +1,29 % 84,67 USD 22:59:59 Bitcoin +0,33 % 63.021,61 USD 17:22:16 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:22 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:22 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:22 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:22

Apple unter Druck: US-Senatoren warnen vor China-RAM

Technologie

Apple soll für künftige Geräte Arbeitsspeicher des chinesischen Herstellers CXMT erproben. Eine überparteiliche Gruppe von US-Senatoren sieht darin ein Sicherheitsrisiko und fordert Apple-Chef Tim Cook auf, keine Speicherchips chinesischer Staatskonzerne einzusetzen. Apple soll CXMT-Speicher testen Anlass ist ein Bericht der Financial Times, dem zufolge Apple DRAM-Chips von ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT, für Geräte testet, die auf dem chinesischen Markt verkauft werden sollen. Darüber hinaus soll sich Apple bei der US-Regierung für weniger strikte Beschränkungen beim Einsatz chinesischer Speicherchips eingesetzt haben. Apple hat die Berichte bislang nicht öffentlich bestätigt. In einem an Tim Cook gerichteten Schreiben fordern sieben US-Senatoren den Konzern nun dazu auf, sämtliche Pläne für eine Zusammenarbeit mit CXMT, Yangtze Memory Technologies (YMTC) oder anderen staatlich unterstützten chinesischen Speicherherstellern aufzugeben. Pentagon führt CXMT als Militärunternehmen Die Senatoren begründen ihre Forderung vor allem mit Sicherheitsbedenken. Das US-Verteidigungsministerium führt sowohl CXMT als auch YMTC auf seiner Liste chinesischer Militärunternehmen. Im Fall von CXMT verweist das Pentagon auf Verbindungen zum chinesischen Industrieministerium MIIT und zu staatlichen Aufsichtsbehörden. Die Einstufung ist nicht mit einem unmittelbaren Handelsverbot gleichzusetzen, soll US-Unternehmen und Investoren aber vor möglichen Verbindungen zum chinesischen Militär warnen. YMTC steht darüber hinaus bereits seit 2022 auf der Entity List des US-Handelsministeriums. US-Bundesbehörden dürfen laut einer im Dezember 2027 wirksam werdenden Regelung zudem keine Produkte mehr beschaffen, in denen Halbleiter von CXMT oder YMTC verbaut sind. Die Senatoren halten es daher für widersprüchlich, wenn Apple eine Lieferkette etablieren würde, aus der sich die US-Regierung gleichzeitig zurückziehen müsse. Senatoren fürchten Signalwirkung Nach Ansicht der Unterzeichner hätte eine Entscheidung Apples Auswirkungen weit über die eigenen Geräte hinaus. Als einer der größten Abnehmer elektronischer Komponenten könnte der Konzern CXMT als Lieferanten legitimieren und dadurch weitere Hersteller zu ähnlichen Schritten bewegen. Die Senatoren warnen außerdem vor einer langfristigen Abhängigkeit von staatlich geförderten chinesischen Produzenten. Selbst wenn CXMT zunächst nur Speicher für in China verkaufte Apple-Geräte liefern würde, könne der Hersteller nach einer erfolgreichen Qualifizierung später vergleichsweise einfach in die weltweite Lieferkette aufgenommen werden. Kurzfristige Preisvorteile seien daher gegenüber möglichen Sicherheits- und Lieferkettenrisiken nachrangig. Dabei ist noch nicht einmal sicher, ob CXMT Apple derzeit günstigere Konditionen anbieten könnte. In dem Schreiben heißt es, die Preise des Herstellers lägen teilweise über denen internationaler Konkurrenten und seien für bestehenden Kunden zuletzt angehoben worden. Apple soll sieben Fragen beantworten Die Senatoren erwarten bis zum 21. August 2026 eine Stellungnahme. Apple soll unter anderem erklären, ob der Konzern vollständig auf Speicher von CXMT und YMTC verzichten wird und welche Chips derzeit getestet werden. Gefragt wird ausdrücklich nach DRAM, NAND-Flash und HBM sowie nach den betroffenen Produktreihen. Darüber hinaus soll Apple offenlegen, welche technischen Daten und Produktpläne chinesischen Lieferanten im Zuge einer Qualifizierung zugänglich gemacht würden. Weitere Fragen betreffen mögliche Patentverletzungen, den Zugang chinesischer Mitarbeiter zu Apple-Standorten sowie die Gefahr, dass China Lieferungen politisch kontrollieren oder unterbrechen könnte.

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