DAX +0,14 % 25.498,94 Pkt 14:48:08 MDAX -0,49 % 32.237,95 Pkt 14:48:11 Euro Stoxx 50 +0,97 % 6.309,23 Pkt 14:48:00 Dow Jones -1,18 % 51.594,14 Pkt 23:12:38 S&P 500 -1,31 % 7.316,15 Pkt 23:12:40 Nasdaq -1,96 % 24.442,94 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,71 % 61.867,43 Pkt 08:45:03 Gold +2,30 % 4.127,60 USD 14:53:09 Silber +0,50 % 58,16 USD 14:53:06 Brent -0,64 % 90,16 USD 14:40:50 WTI -0,25 % 84,25 USD 14:53:06 Bitcoin +1,40 % 64.801,47 USD 15:03:08 EUR/USD +0,76 % 1,14740 USD 15:02:21 EUR/GBP +0,12 % 0,85790 GBP 15:03:11 EUR/CHF -0,08 % 0,93230 CHF 15:03:10 EUR/JPY +0,18 % 186,910 JPY 15:03:11

Apple verabschiedet sich schneller als geplant von Qualcomm

Technologie

Apple wird beim kommenden iPhone offenbar deutlich weniger Mobilfunkmodems von Qualcomm einsetzen als bislang erwartet. Der Chipkonzern rechnete bisher damit, noch rund 20 Prozent der neuen Geräte auszustatten. Nun soll der Anteil deutlich darunter liegen. Qualcomm nennt in seiner Präsentation zu den aktuellen Quartalszahlen eigene Lieferengpässe als Ursache. Diese würden den bereits erwarteten Rückgang der mit Apple-Produkten erzielten Umsätze ab dem laufenden Geschäftsquartal zusätzlich beschleunigen. Apple-Modems verbreiten sich schneller Apple hatte sein erstes selbst entwickeltes Mobilfunkmodem Anfang 2025 mit dem iPhone 16e eingeführt. Inzwischen kommen eigene C-Modems auch im iPhone 17e und im iPhone Air zum Einsatz. Die regulären Modelle der iPhone-17-Reihe verwenden dagegen weiterhin Technik von Qualcomm. Erst Anfang Juli haben wir ausführlich zusammengefasst, wie viel Qualcomm-Technik noch in Apple-Geräten steckt. Der aktuelle Ausblick deutet nun darauf hin, dass die Umstellung mit der kommenden iPhone-Generation einen größeren Schritt macht. Welche Modelle oder Regionen weiterhin Qualcomm-Modems erhalten, ist nicht bekannt. Ein Anteil von deutlich unter 20 Prozent würde jedoch bedeuten, dass Apples Eigenentwicklung erstmals den weit überwiegenden Teil einer neuen iPhone-Generation abdeckt. Lieferprobleme statt freiwilliger Rückzug Qualcomm-Chef Cristiano Amon betont, dass die schnellere Abnahme vor allem auf die eingeschränkte Verfügbarkeit eigener Komponenten zurückzuführen sei. Apple ersetzt Qualcomm somit nicht zwingend früher als technisch geplant, könnte durch die Lieferlage aber zu einem schnelleren Ausbau der eigenen Modems gedrängt werden. Für Apple hat die Eigenentwicklung mehrere Vorteile. Der Konzern kann Modem, Prozessor und Betriebssystem enger aufeinander abstimmen, den Energieverbrauch optimieren und seine Abhängigkeit von einem wichtigen Zulieferer reduzieren. Das erste C1-Modem im iPhone 16e galt noch als vorsichtiger Testballon. Qualcomm erhöht ab September die Preise Parallel kündigt Qualcomm Preiserhöhungen ab dem 1. September an. Als Begründung nennt das Unternehmen gestiegene Kosten für Wafer, Speicher, Verpackung, Montage und weitere Materialien. Die Verhandlungen sollen individuell mit den jeweiligen Geräteherstellern erfolgen. Direkt dürften davon vor allem Android-Hersteller betroffen sein, die neben Mobilfunkmodems auch Snapdragon-Hauptprozessoren einsetzen. Apple fertigt seine Hauptchips selbst und reduziert nun zusätzlich den Qualcomm-Anteil bei den Modems. Während die Konkurrenz mit höheren Einkaufspreisen rechnen muss, wird Apples Unabhängigkeit damit zunehmend zu einem strategischen Vorteil.

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