Apple vs. Android: Samsung verklagt Stadt in NRW, weil sie iPads nutzt
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen In Datteln streiten sich eine Stadt und ein Weltkonzern um Schulcomputer. Grund: Die Stadt möchte die iPads an Schulen austauschen und dafür wieder iPads kaufen. Samsung klagt dagegen. Und das könnte Folgen für viele Städte haben. Streit um neue Geräte In den Schulen der Stadt sind bereits rund 2700 iPads im Einsatz. Viele stammen noch aus der Corona-Zeit. Jetzt müssen Geräte ersetzt werden. Die Stadt möchte beim bisherigen System bleiben: Unterricht, Apps, Verwaltung – alles ist auf Apple abgestimmt. Ein Wechsel auf Android-Geräte würde bedeuten, dass alles neu aufgebaut werden muss. Doch für Samsung steht fest: Öffentliche Aufträge müssen fair ausgeschrieben werden. Wer Steuergelder ausgibt, darf nicht einfach einen Hersteller bevorzugen – das verstößt gegen europäisches Vergaberecht. Samsung wirft Datteln vor, die Ausschreibung auf Apple zugeschnitten zu haben, das Ausschreibungsverfahren sei nicht produktneutral. Entscheidung im September Laut WDR bekam die Stadt zunächst vor der Vergabekammer Westfalen recht. Aber Samsung legte Beschwerde ein. Jetzt liegt der Fall beim Oberlandesgericht Düsseldorf. Eine Entscheidung wird im September erwartet. Rechtsanwalt Arndt Kempgens hält laut WDR sogar ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für möglich. Nach deutschem Recht spreche einiges dafür, dass Kommunen weiter Apple-Tablets nutzen dürfen. Gleichzeitig könne der Streit wegen neuer öffentlicher Aufträge zu einer Grundsatzentscheidung werden. Schulen warten weiter