Arbeitsmarkt: Kürzeres Arbeitslosengeld für Ältere könnte Milliarden sparen
Berlin. Würde man die längere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere deutlich auf ein Jahr verkürzen und an die der Jüngeren anpassen, könnte die Bundesagentur für Arbeit (BA) pro Jahr mindestens 2,4 Milliarden Euro sparen. Das zeigt eine neue Berechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Zudem würde so der Anreiz für Ältere steigen, sich schneller einen neuen Job zu suchen oder Angebote anzunehmen.
Aktuell ist die Bezugsdauer gestaffelt: Arbeitslose bis zu einem Alter von 49 Jahren erhalten maximal zwölf Monate Arbeitslosengeld, Personen von 50 bis 54 Jahren bis zu 15 Monate, Menschen von 55 bis 57 Jahren 18 Monate. Ab 58 Jahren steigt die maximale Dauer auf 24 Monate – wenn in den fünf Jahren zuvor mindestens vier Jahre gearbeitet wurde.
Würde die maximale Bezugsdauer für alle Älteren auf 18 Monate verkürzt, ergäbe sich immerhin noch eine Einsparung von 1,4 Milliarden pro Jahr, haben die IAB-Experten auf Basis der Arbeitslosen in den Jahren 2021/22 errechnet. Auf die heutigen Werte des Arbeitslosengeldes bezogen dürfte die Gesamtersparnis schätzungsweise noch rund 20 Prozent höher ausfallen.