ARD-Sportchef spricht über TV-Rechte, Sedlaczek und Schweinsteiger
Offene Worte zum TV-Duo
So denkt der ARD-Sportchef über Sedlaczek und Schweinsteiger
Von t-online, JaS
26.08.2026 - 11:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Markt für die TV-Rechte ist umkämpft, das bekommt auch die ARD zu spüren. Der Sportchef blickt ehrlich in die Zukunft.
Die Bundesliga-Saison steht in den Startlöchern, ab Freitag rollt der Ball in Deutschlands Oberhaus wieder. Fans müssen sich bezüglich ihrer Sehgewohnheiten auf keine großen Veränderungen einstellen, bis 2029 sind die TV-Rechte vergeben. In anderen Sportarten könnte es aber schon früher zu Veränderungen kommen. Davor ist auch die ARD nicht geschützt.
Der öffentlich-rechtliche Sender hat zuletzt bereits die Übertragungsrechte für die Handball-Weltmeisterschaft 2027 an ProSiebenSat.1 verloren. Wie ARD-Sportchef Axel Balkausky im Gespräch mit der "Sport Bild" eingestand, könnten weitere Verluste folgen: "Natürlich kann es immer sein, dass wir bestimmte Rechte, die wir in der Vergangenheit hatten, nicht mehr erwerben, aber damit können wir umgehen."
Er verwies darauf, dass "ARD und ZDF nach wie vor ein sehr breites Rechte-Portfolio" besitzen, mit dem die Rundfunkanstalten "sehr zufrieden" sind. "Dieses Jahr hat die ganze Kraft des öffentlich-rechtlichen Sportes noch einmal eindrucksvoll gezeigt", betonte Balkausky und zählte auf: "Olympia im Winter, Fußball-WM im Sommer, aber eben auch Finals und all die EMs und WMs, die wir in den vergangenen Wochen auf allen Ausspielwegen begleitet haben. Und dazu auch der Paralympische Sport, der ohne uns nicht diese Sichtbarkeit hätte."
Welche Rechte TV-Sender erhalten und behalten, liegt letztlich an den Summen, die bei den Vergaben geboten werden. Die Möglichkeiten für ARD und ZDF sind dabei vom vorgegebenen Etat abhängig. "Wie sich der Sportrechte-Etat in Zukunft entwickeln wird, das wissen wir erst, wenn alle Entscheidungen dazu getroffen worden sind", sagte Balkausky. Er wagte aber eine Prognose: "Wir gehen von einem sparsamen Weg auch in Zukunft aus. Aber wir wissen, welchen Wert unsere Berichterstattung für den ganzen Sport hat, das sollten sich alle Rechteinhaber und Verbände auch für die Zukunft merken."
Balkausky lobt Sedlaczek und Schweinsteiger
Im Fußball ist es vor allem das Duo bestehend aus Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger, das der ARD Strahlkraft verleiht. "Sie haben eine sehr lockere und gleichzeitig professionelle Art miteinander, die dadurch sehr unterhaltsam ist", lobte der Sportchef die Moderatorin und den Experten. "Man schaut ihnen gern zu, verfolgt ihre Wortgefechte und genießt gleichzeitig Fachkenntnis und Wissen."
Gelegentlich fällt zudem eine unterhaltsame Randgeschichte ab – so wie beim WM-Spiel zwischen Frankreich und Marokko. Schweinsteiger stand auf dem Weg zum Stadion im Stau. Um doch noch rechtzeitig zum Spielbeginn anzukommen, stieg der Ex-Profi aus dem Wagen und lief im Eiltempo zur Arena. "Ab jetzt muss er zu jedem Spiel joggen", scherzte Balkausky. "Im Ernst: Normalerweise ist Bastian sehr pünktlich, deshalb werden wir ihm sicher nicht vorschreiben, wann er sich zukünftig vor einem Spiel ins Auto setzen muss."