DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Argentinien-Stars mit Falkland-Banner - droht eine Strafe? Fifa ermittelt

Sport

Finalteilnahme gefährdet? Argentinien-Spieler zeigen Banner – Strafe droht Von dpa, cc Aktualisiert am 17.07.2026 - 00:13 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche unterstreichen. Nun droht dem Nationalteam Ärger mit der Fifa. Spieler von Argentiniens Fußball-Nationalmannschaft haben im WM-Halbfinale einen Eklat ausgelöst. Nach dem Sieg über England traten sie mit einem politischen Banner auf den Rasen in Atlanta, darauf war ein Slogan zu lesen, der auf den Falklandkrieg anspielt. "Las Malvinas son argentinas" ("Die Malwinen sind argentinisch") – diese Botschaft stand auf einem weißen Plakat, das Lisandro Martínez und Giovani Lo Celso kurz nach dem Finaleinzug gegen die Three Lions (2:1) präsentierten. Das Banner bezieht sich auf den Konflikt um das Gebiet im Südatlantik, das in Großbritannien als Falklandinseln und in Argentinien als Islas Malvinas (Malwinen) bekannt ist. Nachdem Argentinien die Inselgruppe 1982 kurzerhand besetzt hatte, kam es zu einem 74-tägigen Krieg mit Großbritannien. 900 Menschen starben. Großbritannien beansprucht die Falklandinseln seitdem für sich. Mit dem Slogan ("Las Malvinas son argentinas") will Argentinien seine vermeintlich historischen Besitzansprüche auf das britische Überseegebiet unterstreichen. Die Vizepräsidentin des südamerikanischen Landes, Victoria Villarruel, verschärfte die Spannungen im Vorfeld des Anpfiffs, indem sie die Engländer als "usurpierende (unrechtmäßig besetzende, Anm. d. Red.) Piraten" bezeichnete. Im Video | Hier macht Messi halb England nass Player wird geladen Droht sogar eine Finalsperre? Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor dem Spiel zwar betont, dass es sich "lediglich um ein Fußballspiel" handele. Die Erinnerung an den Falklandkrieg von 1982 ist in Argentinien bis heute tief verankert. "Wir waren uns bewusst, was dieses Spiel für dieses Land bedeutete. Wir haben versucht, unser Land und all jene, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte miterlebt haben, zu repräsentieren, damit sie sich mit uns identifizieren konnten und wir ein positives Bild vermitteln konnten", sagte Nationalspieler Leandro Paredes. Die US-Behörden hatten das Halbfinale als Hochrisikoereignis eingestuft. Mit über 1.600 Einsatzkräften rund um das Stadion sollte möglichen Ausschreitungen oder politischen Provokationen vorgebeugt werden. Da politische Botschaften durch Spieler und Offizielle verboten sind, droht Argentinien Ärger durch den Weltverband Fifa. Die Strafen könnten von einer Geldstrafe bis zu einer Spielsperre reichen. In letzterem Fall wären die beiden Argentinien-Stars im Finale nicht spielberechtigt. Schon 2014 eine ähnliche Aktion der Argentinier Schon im Vorfeld des WM-Turniers hatte Fifa-Boss Gianni Infantino Spieler und Offizielle vor politischen Protesten und Unmutsäußerungen gegen die Entscheidungen von Schiedsrichtern gewarnt. Da während der WM gleich mehrere Trainer, darunter auch Englands Thomas Tuchel, Frankreichs Didier Deschamps oder Ägyptens Hossam Hassan, zum Teil heftige Kritik an den Unparteiischen geübt hatten, kündigte die Fifa an, über mögliche Strafen nach dem Turnier entscheiden zu wollen. Politischer Protest auf dem Fußballplatz hat bereits in der Vergangenheit zu heftigen Sanktionen durch die Verbände Fifa und Uefa geführt. So wurde Kroatiens Nationalverteidiger Josip Šimunić im Jahr 2013 zu einer Sperre von zehn Spielen verurteilt, weil er nach einer Partie seines Teams gemeinsam mit den Fans ein rechtsextremes Lied angestimmt hatte. 2024 bekam der türkische Spieler Merih Demiral eine Zwei-Spiele-Sperre aufgebrummt, weil er nach einem Tor den "Wolfsgruß" gezeigt hatte – eine Solidaritätsbekundung mit türkischen Ultranationalisten. Im Jahr 2014 hatte die Fifa der argentinischen Nationalelf eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Schweizer Franken auferlegt, nachdem einige Spieler ein Banner mit derselben Aufschrift hochgehalten hatten, wie jene, die am Mittwoch im WM-Halbfinale zu sehen gewesen war. Das Thema war damals wie heute: der Falklandkrieg.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren