Argentinien-Trainer bricht Pressekonferenz unter Tränen ab
Die Final-Niederlage gegen Spanien trifft Argentiniens Trainer Lionel Scaloni tief ins Mark. Bei der Pressekonferenz nach dem verlorenen Endspiel verlässt der Coach weinend die Bühne. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hat seine Pressekonferenz nach der WM-Finalniederlage gegen Spanien unter Tränen abgebrochen. "Es ist sehr schmerzhaft, es tut mir sehr leid", sagte der Coach heftig weinend und eilte von der Bühne. Zuvor hatte der 48-Jährige bereits nach dem 0:1 und seinem verpassten zweiten Weltmeistertitel einen Einblick in sein emotionales Innenleben gegeben. "Ich habe mir schon in der Kabine die Augen ausgeweint, deswegen weine ich jetzt nicht", sagte Scaloni. Wenig später musste er aber dennoch weinen und erhielt aufmunternden Applaus von argentinischen Journalisten. Scaloni schwärmte von seiner Mannschaft um Superstar Lionel Messi. "Es ist ein großartiges Team. Ich hoffe, dass zukünftige Generationen davon beeinflusst werden." Auf einen möglichen Rücktritt des 39 Jahre alten Messi aus dem Nationalteam angesprochen, erklärte der Coach, dass er noch nicht mit dem Kapitän gesprochen habe. Scaloni hält sich wegen eigener Zukunft bedeckt Auch zu seiner eigenen Zukunft hielt sich Scaloni zunächst bedeckt. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass sich der Weltmeistertrainer von 2022 mit dem Verband auf eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags bis 2030 geeinigt habe. Er werde mit dem Verbandspräsidenten sprechen. "Ich bin ihm dankbar, dass ich hier an dieser Stelle sein darf", sagte Scaloni. Scaloni hatte die Albiceleste 2018 übernommen und vier Jahre später zum dritten WM-Titel nach 1978 und 1986 geführt. Der Ex-Profi, der wie Lionel Messi aus Rosario stammt, trug das verlorene Endspiel, in dem seine Mannschaft nahezu chancenlos war, mit Fassung und Größe. Er gratulierte Spanien zum verdienten Sieg, dann kämpfte er vergeblich mit den Tränen. Empfehlungen der Redaktion Ein letztes Mal: der Beste aller Zeiten Argentinien-Star rastet nach Final-Niederlage völlig aus Ein Superstar reicht nicht gegen Spaniens Teamgeist "Es bildet sich kaum noch einmal eine so wunderbare Gruppe wie diese, und es tut mir in der Seele weh", sagte Scaloni und fügte hinzu, ehe er die Pressekonferenz abbrach: "Es ist sehr schwer, und es ist wirklich schmerzhaft. Es tut mir sehr leid." (dpa/sid/bearbeitet von ska) © Deutsche Presse-Agentur