Ariston Group: Milliardenwette auf den deutschen Heizungsmarkt
Rom. Der italienische Unternehmer Paolo Merloni freut sich über das neue deutsche Heizungsgesetz: „Endlich ist die Phase der Unsicherheit beendet, die auf der Branche in Europa lastete“, sagt er. Sein Unternehmen, die Ariston Group, ist einer der weltweit größten Hersteller von Klimatechnik, Heizungen und Warmwassersystemen. Der deutsche Markt mit seinem Umsatzpotenzial ist inzwischen entscheidend für das Unternehmen. Erst vor rund vier Jahren hatte die Gruppe den größten Deal ihrer Firmengeschichte geschlossen, zahlte eine Milliarde in Euro und eigenen Aktien für die deutsche Centrotec Climate Systems (CCS). Zu CCS gehören Marken wie der Wärmepumpenhersteller Wolf oder der Raumlüfterproduzent Brink. Nun ist Deutschland mit knapp 20 Prozent der größte Absatzmarkt der Gruppe. So beeinflusst die deutsche Klimapolitik durchaus den Erfolg des italienischen Unternehmens. Ein Beispiel ist das Heizungsgesetz von Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck mit Fokus auf erneuerbare Energien und Wärmepumpen. Merloni kritisiert im Rückblick: „Man kann nicht ein ganzes Land innerhalb von drei Jahren auf Wärmepumpen umstellen.“ Mit Logistik, Produktion und Ausbildung der Mitarbeiter kamen die Heizungsanbieter nicht hinterher.