DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,30 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,18 % 65,11 USD 22:59:58 Brent 0,00 % 88,52 USD 22:59:58 WTI 0,00 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,05 % 62.994,67 USD 09:58:59 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:57 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:58 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:57

Ärzte suchen nach Krebs, doch im Gehirn des Patienten machen sie eine unerwartete Entdeckung

Gesundheit

Der außergewöhnliche Fall wurde jetzt im Fachjournal Emerging Infectious Diseases veröffentlicht. Eine umfassende Tumorsuche begann, doch alle Untersuchungen verliefen ohne Befund - ein Tumor war nirgends zu finden. Erst eine MRT-Untersuchung brachte die überraschende Erklärung. Die Mediziner entdeckten zahlreiche flüssigkeitsgefüllte Zysten im Gehirn. In einigen war sogar der sogenannte Scolex, der Kopf einer Bandwurmlarve, zu erkennen - ein eindeutiger Hinweis auf eine Neurozystizerkose. Ein spezieller Antikörpertest bestätigte schließlich den Verdacht. Der Mann war jedoch nie in einem Land unterwegs gewesen, in dem der sogenannte Schweinebandwurm verbreitet ist. Die behandelnden Mediziner vermuteten deshalb, dass er sich bereits vor Jahren unbemerkt infiziert haben könnte. Während seiner Zeit als Bauarbeiter teilte er regelmäßig Mahlzeiten und Sanitäranlagen mit Kollegen aus Regionen, in denen der Schweinebandwurm häufig vorkommt. Dort könnte es zu einer unbemerkten Übertragung gekommen sein. Der Patient erhielt schließlich antiparasitäre Medikamente. Die Behandlung verlief ohne Komplikationen und seine Beschwerden besserten sich. Nach Angaben der Autoren ist eine im Inland erworbene Neurozystizerkose in Westeuropa äußerst selten. Zwischen 1990 und 2011 wurden lediglich 18 bestätigte Fälle dokumentiert. Gerade deshalb könne die Erkrankung leicht mit anderen Krankheiten verwechselt werden. Nach Ansicht der Autoren sollten Ärzte selbst bei Patienten ohne Auslandsreisen an eine Neurozystizerkose denken. Eine frühe Diagnose könne unnötige Krebsdiagnostik und invasive Eingriffe vermeiden.

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