DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

ASML will deutlich mehr Lithografie-Systeme bauen

Wirtschaft

close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . ASML will über die nächsten 2,5 Jahre deutlich mehr Lithografie-Systeme herstellen als bisher. Die niederländische Firma untermauert damit frühere Aussagen, nicht zum Flaschenhals der Halbleiterwelt zu werden. Alle großen Chip- und Speicherhersteller sind von ASML abhängig: TSMC, Samsung, Intel, SK Hynix, Micron und viele weitere. Weiterlesen nach der Anzeige ASML ist weltweit die einzige Firma, die Lithografie-Systeme mit extrem-ultravioletter (EUV-)Belichtungstechnik herstellt. Solche Modelle mit einer Lichtwellenlänge von 13,5 nm sind zur Erstellung der feinsten Strukturen in Chips notwendig. TSMC und Samsung verwenden sie seit der 7-Nanometer-Generation, Intel seit der 4er. Ein Blick auf China zeigt die Auswirkungen fehlender EUV-Systeme: Der chinesische Chipauftragsfertiger SMIC und Huawei haben Probleme, 7-nm-Chips mit hoher Ausbeute herzustellen, die sich mit noch feineren Strukturen nur weiter verstärken. Zweimal 30 Prozent mehr Aktuell kann ASML laut eigenen Aussagen 65 EUV-Systeme pro Jahr herstellen. 2027 sollen es 30 Prozent mehr werden, also etwa 85. Gemeint ist die aktuelle Generation mit niedriger numerischer Apertur. Ein System kostet 170 Millionen bis 200 Millionen Euro. Der Jahresumsatz müsste also um mindestens 3,4 Milliarden Euro steigen. Aktuell prüft ASML, ob 2028 eine weitere Steigerung um 30 Prozent möglich wäre. Zusätzlich will ASML nächstes Jahr 30 Prozent mehr Lithografie-Systeme mit tief-ultravioletter (DUV-)Belichtungstechnik herstellen. Ausgehend von derzeit 130 wären das dann 169. Auch hier steht eine Erhöhung um weitere 30 Prozent im Jahr 2028 im Raum. DUV-Licht hat eine Wellenlänge von 193 nm und wird auch bei modernen Chips für die Metalllagen zur Verbindung der Transistoren benötigt. ASML meint sogenannte Immersions-DUV-Systeme, die eine Flüssigkeit zwischen Belichtungsmaske und Wafer verwenden, um die Belichtungsqualität zu verbessern. Solche Maschinen sollen bei 60 Millionen Euro starten. 39 zusätzliche Geräte entsprächen somit mindestens 2,3 Milliarden Euro Umsatz. Für die Produktionserhöhung muss ASML auch deutsche Unternehmen ins Boot holen, etwa Zeiss für die Linsen und Spiegel sowie Trumpf für die Laser. Das erschwert die Skalierung. Weiterlesen nach der Anzeige Unerwartet gute Zahlen Schon aktuell fällt der Umsatz mit gut 9,3 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2026 höher aus als erwartet. Deswegen korrigiert ASML auch die Jahresprognose nach oben: von 36 Milliarden bis 40 Milliarden Euro auf 43 Milliarden bis 45 Milliarden Euro. 2025 waren es noch 32,7 Milliarden. Den Nettogewinn des zweiten Quartals beziffert ASML auf gut 2,9 Milliarden Euro, knapp sechs Prozent mehr als im vorherigen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen kontinuierlich weiter, auf einen Firmenrekordwert von nunmehr fast 1,3 Milliarden Euro. ASMLs Aktie hat sich seit Bekanntgabe der Geschäftszahlen auf ein Tagesplus von knapp drei Prozent eingependelt.

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