Assassin’s Creed Black Flag Resynced: Fans sind frustriert - DLC-Pakete kosten mehr als das Hauptspiel
Ab heute schickt Ubisoft die Spieler mit „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ zurück in die Karibik und die goldene Ära der Piraterie. Und das mit vollem Erfolg, wenn es nach der Fachpresse geht: Mit einem Metascore von aktuell 84 Punkten handelt es sich um den bestbewerteten Serienableger seit stolzen 13 Jahren. Doch wer einen Blick auf Steam wirft, dürfte sich die Augen reiben: Die Nutzerbewertungen zeichnen ein völlig anderes Bild. Der Grund dafür sind jedoch keine Mängel am Spiel, sondern vielmehr die Gier von Ubisoft, die bei der Community alles andere als gut ankommt. DLC-Wahnsinn zum Launch: Fast 90 Euro für sämtliche Zusatzinhalte Zum Launch von „Black Flag Resynced“ hat Ubisoft nämlich eine regelrechte Flut an Zusatzinhalten bereitgestellt: Insgesamt 10 DLC-Pakete stehen ab Tag 1 zum Kauf bereit. Und das Absurde dabei: Wer sämtliche Inhalte haben möchte, zahlt allein für die DLCs im Einzelkauf mehr als für das eigentliche Hauptspiel. Denn während die Standardversion der Neuauflage für vergleichsweise faire 59,99 Euro an den Start geht, kosten alle Zusatzinhalte zusammen stolze 89,90 Euro. Besonders bitter: Anstatt zusammengehörende Sets zu bündeln, setzt Ubisoft auf eine ziemlich aggressive Aufteilung der Inhalte. So müssen Spieler jeweils 9,99 Euro für den Charakter-Skin und nochmals 9,99 Euro für das passende Schiffsdesign der Jackdaw auf die virtuelle Ladentheke legen. Neben den vier Charakter- und vier Schiffspaketen (bestehend aus den Designs Meisterassassine, Höllenfeuer, Drachensturm und Seeschlange) stehen außerdem zwei Gameplay-Hilfen bereit. Für jeweils 4,99 Euro gibt es ein Ressourcenpaket „mit einer satten Ladung Ingame-Währung, nützlichen Materialien und wertvollen Handelswaren“ sowie ein Kartenpaket, das sämtliche Sammelobjekte auf der Weltkarte enthüllt. Steam-User strafen Ubisoft ab Die Quittung für die Preispolitik ließ wie eingangs bereits erwähnt natürlich nicht lange auf sich warten. Denn obwohl „Black Flag Resynced“ mit fast 100.000 gleichzeitigen Spielern den erfolgreichsten Steam-Launch der Seriengeschichte hinlegt, rauschten die User-Reviews zum Start in den Keller. So fallen die Nutzerbewertungen für „Black Flag Resynced“ im Durchschnitt derzeit nur „ausgeglichen“ und, sodass das Spiel auch am grünen Bereich vorbeischrammt. Lediglich 56 Prozent der knapp 2.000 abgegebenen Rezensionen fallen auf Steam positiv aus. Das Fazit der unzufriedenen Spieler liest sich dabei fast überall identisch: Das Spiel selbst sei absolut gelungen, doch die Gier von Ubisoft zerstöre mutwillig den guten Ersteindruck. PS5-Spieler scheinen die Angelegenheit derweil nicht ganz so eng zu sehen. Im PS Store steht das Remake nach den ersten 4.000 Bewertungen bei starken 4,8 von maximal 5 Sternen. Fest steht: Niemand ist gezwungen, die Zusatzinhalte zu kaufen, und wer sie nicht besitzt, verpasst spielerisch auch nichts. Dennoch ist es verständlich, dass die DLC-Politik vielen Spielern den Spaß am sonst grandiosen Piraten-Remake verdirbt und einen bitteren Beigeschmack hinterlässt. „Assassin’s Creed: Black Flag Resynced“ ist ab sofort für die PS5, Xbox Series X/S und den PC erhältlich.