DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,86 % 4.073,10 USD 21:59:59 Silber +0,72 % 54,50 USD 21:59:56 Brent -5,24 % 109,74 USD 21:59:43 WTI -1,53 % 100,20 USD 21:59:48 Bitcoin +0,95 % 80.763,89 USD 23:09:52 EUR/USD -0,77 % 1,11320 USD 23:09:44 EUR/GBP -0,25 % 0,83640 GBP 23:09:53 EUR/CHF -0,17 % 0,92250 CHF 23:09:54 EUR/JPY -0,08 % 175,774 JPY 23:09:52

Asthma als möglicher Risikofaktor für Karies

Gesundheit

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Allergische Erkrankungen und Karies weisen teilweise übereinstimmende epidemiologische Entwicklungen und Risikofaktoren auf. Beide können den Alltag und das Wohlbefinden der Betroffenen beeinträchtigen und die Kosten für die Gesundheitsversorgung erhöhen. Wissenschaftler untersuchten daher Zusammenhänge sowie mögliche kausale Beziehungen zwischen allergischen Erkrankungen, darunter Asthma, allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und Neurodermitis, und dem Auftreten oder dem Schweregrad von Karies.

Zusammenhänge zwischen Karies und Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen? In einem systematischen Review mit Metaanalyse ermittelten die Autoren Studien in den medizin–wissenschaftlichen Datenbanken PubMed, Embase und Cochrane Library, die bis 16. Juni 2025 veröffentlicht worden waren und Kariesergebnisse im Zusammenhang mit Asthma, allergischer Rhinitis oder Neurodermitis untersuchten. In einer genomweiten Assoziationsstudie mit Mendelscher Randomisierung betrachteten die Autoren zudem mögliche kausale Zusammenhänge.

Systematischer Review mit Metaanalyse über 60 Studien Insgesamt wurden 60 Studien mit 343 975 Studienteilnehmern aus 22 Ländern bzw. Regionen eingeschlossen. Asthma (Odds Ratio, OR: 1,44; 95 % Konfidenzintervall, KI: 1,17 – 1,76) und Neurodermitis (OR: 1,09; 95 % KI: 1,01 – 1,17) waren mit einem erhöhten Risiko für Karies verbunden, während für allergische Rhinitis kein entsprechender Zusammenhang festgestellt wurde (OR: 1,01; 95 % KI: 0,86 – 1,18). Bei Studienteilnehmern mit Asthma und Neurodermitis wurden außerdem höhere Werte für kariöse, fehlende und gefüllte bleibende Zähne festgestellt (Asthma: Mittelwertdifferenz, MD: 0,92; 95 % KI: 0,32 – 1,52; Neurodermitis: MD: 0,06; 95 % KI: -0,02 – 0,14). Bei Menschen mit allergischen Erkrankungen fanden sich zudem höhere Werte für kariöse, fehlende und gefüllte Zahnflächen der bleibenden Zähne. Nominell erhöhte Werte für kariöse, extrahierte und gefüllte Zahnflächen des Milchgebisses waren nicht statistisch signifikant. Auch die Plaquebelastung zeigte keinen statistisch signifikanten Zusammenhang.

Genomweite Assoziationsstudie: Möglicher kausaler Zusammenhang zwischen Asthma und Karies Die Analyse mittels Mendelscher Randomisierung lieferte Hinweise auf einen möglichen kausalen Zusammenhang zwischen Asthma und Karies (OR: 1,09; 95 % KI: 1,02 – 1,17). Für Neurodermitis zeigte sich dagegen lediglich ein nicht signifikanter Trend (OR: 1,05; 95 % KI: 0,99 – 1,11).

Erhöhtes Kariesrisiko bei Asthma und Neurodermitis Asthma und Neurodermitis waren somit mit einem erhöhten Kariesrisiko verbunden. Einzelne Karieskennzahlen zeigten zudem höhere Werte auf. Zu allergischer Rhinitis wurde kein entsprechender Zusammenhang nachgewiesen. Für die klinische Praxis könnte laut der Studienautoren eine integrierte Präventionsstrategie sinnvoll sein, bei der die Mundgesundheit von Menschen mit allergischen Erkrankungen stärker berücksichtigt wird.

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