DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,69 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,36 % 65,11 USD 22:59:58 Brent +1,67 % 88,52 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,03 % 62.958,95 USD 13:57:44 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:22 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:21

Asylpolitik in Großbritannien: Großbritannien will Asylbewerber für Kosten aufkommen lassen

Welt

Die britische Regierung will künftig von Asylbewerbern die Kosten für ihre Unterbringung und Versorgung zurückverlangen, bevor diese eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen können. »Sobald die Menschen in der Lage ​sind, einen Beitrag zu leisten und die Großzügigkeit des britischen Volkes zurückzuzahlen, erwarten wir, dass sie dies auch tun«, sagte Innenministerin ⁠Shabana Mahmood. Nach Regierungsangaben werden Zahlungen von bis zu 10.000 Pfund in Betracht gezogen. Den Plänen zufolge sollen nur Erwachsene zur Kasse gebeten werden, ⁠die sich die ​Zahlung leisten können. Die Regelung soll nicht rückwirkend ‌gelten, Kinder wären ausgenommen. Mit der geplanten Reform beabsichtigt die britische Regierung nach eigenen Angaben, die Belastung für Steuerzahler zu verringern. Nach ​Schätzungen des Innenministeriums belaufen sich die ‌jährlichen Kosten für die Unterbringung und Unterstützung von Asylbewerbern auf etwa vier Milliarden Pfund. Labour steht unter Druck Hilfsorganisationen haben die Pläne bereits deutlich kritisiert. »Diese neue finanzielle Belastung würde nur jenen schaden, die mit nichts an unseren Küsten ankommen«, sagte Imran Hussain von der Organisation Refugee Council dem britischen Guardian. Der Vorstoß komme einer Steuer für Flüchtlinge gleich, die vor Krieg, Folter und Hungersnot fliehen. Zudem kritisierte Hussain, Geflüchtete seien auf die finanzielle Unterstützung angewiesen, weil das Innenministerium ihnen untersage, zu arbeiten. Großbritannien hat seine Einwanderungs- und Asylpolitik unter Premierminister Keir Starmer von der Labourpartei, der kürzlich seinen Rücktritt angekündigt hat, deutlich verschärft. Erst im April hatten Frankreich und Großbritannien eine Neuauflage ihres Abkommens zur Bekämpfung der irregulären Migration über den Ärmelkanal vereinbart. Mehr als 200.000 Menschen haben nach Behördenangaben seit 2018 in kleinen Booten den Ärmelkanal in Richtung Großbritannien überquert.

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