Atomkraft: Rumänien schaltet weiteren Reaktor wegen Niedrigwassers ab
Rumänien hat wegen Niedrigwassers in der Donau einen zweiten Atomreaktor vorübergehend abgeschaltet. Angesichts der »ungünstigen Entwicklung der hydrologischen Bedingungen« werde Reaktor 2 des Atomkraftwerks Cernavodă ab Donnerstagvormittag heruntergefahren, teilte das rumänische Energieministerium mit. Der erste Reaktor von Rumäniens einzigem Atomkraftwerk im Südosten des Landes war bereits vor einigen Tagen temporär vom Netz genommen worden. Medienberichten zufolge ist es das erste Mal, dass beide Reaktoren wegen Niedrigwassers nicht genutzt werden können. Das Atomkraftwerk benötigt das Wasser der Donau zum Kühlen. In Europa setzen neben Frankreich, das rund 65 Prozent seines Stroms aus Kernkraft bezieht, vor allem osteuropäische Länder wie Tschechien, die Slowakei und Rumänien auf Atomenergie. Niedrige Pegelstände in zahlreichen Flüssen