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Attacke am Tourmalet - Pogacar erobert mit 42-km-Solo Gelb zurück

Sport

Pogacar hatte bereits am vorletzten Berg, dem Col du Tourmalet, attackiert. Sein starkes UAE-Team hatte den Angriff perfekt vorbereitet. Keiner der Klassementfahrer in der Spitzengruppe konnte dem 27-Jährigen folgen. Auf der Abfahrt und beim Schlussanstieg baute der Slowene seinen Vorsprung immer weiter aus. Für Pogacar war es bereits der 23. Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Der Erfolg hatte für Pogacar einen besonderen Stellenwert, wie er im Sieger-Interview einräumte. "Es ist ein unglaublicher Sieg und einer meiner schönsten. Das ist sicher", so der Radsport-Dominator. Zufrieden sein konnte auch das deutsche Team Red Bull-Bora-hansgrohe. Remco Evenepoel kam als Vierter ins Ziel. Florian Lipowitz wurde Sechster. Beide gehörten zur achtköpfigen Verfolgergruppe - mit dabei auch Paul Seixas. Im Gesamtklassement liegt Pogacar nun mit 2:42 Minuten vor Vingegaard. Lipowitz ist Siebter (+4:00 Minuten). Der Deutsche bleibt damit in Reichweite des dritten Platzes. Traeen im Gelben Trikot verliert nach Sturz viel Zeit Schon früh war klar, dass Torstein Traeen das Gelbe Trikot nicht verteidigen kann. Schon rund 50 Kilometer vor dem Ziel verlor der Norweger den Kontakt zur Spitzengruppe. Dazu kostete ein Sturz auf der Abfahrt vom Tourmalet viel Zeit. Traeen lag vor der Etappe 7:53 Minuten vor Pogacar. Nach zwei Tagen in Gelb erreichte er schließlich mit fast 30 Minuten Rückstand das Ziel. Bei der 6. Etappe über 186 Kilometer von Pau nach Gavarnie-Gèdre warteten zwei legendäre Tour-Berge auf die Profis. Erst ging es über den Col d’Aspin, dann folgte mit dem Tourmalet der erste Berg der höchsten Kategorie dieser Tour. Vor dem Ziel wartete dann noch ein 18,7 Kilometer langer Rollerberg mit im Schnitt 3,7 Prozent Steigung. Insgesamt waren 4.100 Höhenmeter zu überwinden. Der zwölf Kilometer lange Anstieg zum Col d’Aspin war die erste Herausforderung des Tages. Ben O’Connor nahm den Berg der 1. Kategorie als Erster in Angriff, eine Minute dahinter folgte das Feld mit den Tour-Favoriten. Der Australier an der Spitze war dabei in seinem Element. Zweimal gewann er bereits bei der Tour nach einem langen Solo eine Bergetappe, 2025 sogar die Königsetappe. Diesmal hatte aber Pogacars UAE-Team etwas dagegen, 4,8 Kilometer vor der Bergwertung war O’Connors Flucht bereits beendet. Martinez mit Tigersprung zu zehn Bergpunkten Spannend war dann am Aspin der Kampf um die zehn Bergpunkte. Zwei Franzosen gingen dabei in die Offensive. Und Lenny Martinez sicherte sich mit einem kleinen Tigersprung ganz knapp die maximale Ausbeute vor Valentin Paret-Peintre, der noch acht Punkte erhielt. Die 6. Etappe war auch der eigentliche Startschuss für den Kampf um das Bergtrikot. Bis dahin gab es nur Bergpunkte in homöopathischen Dosen, bei der zweiten Pyrenäen-Etappe konnten Kletterspezialisten maximal 38 Punkte einsammeln. Ausscheidungsfahren am Tourmalet Am Tourmalet begann dann ein hartes Ausscheidungsfahren. Am Fuß des Anstiegs hatte Pogacar noch fünf Helfer an seiner Seite. Er sollte alle nacheinander "verschleißen". Die Gruppe der Favoriten wurde dabei immer kleiner. Schon zehn Kilometer vor der Bergwertung musste Traeen im Maillot Jaune abreißen lassen. Im oberen Drittel des Anstiegs bestand die Favoritengruppe nur noch aus 15 Fahrern. 4,9 Kilometer vor der Bergwertung am Tourmalet folgte dann die entscheidende Attacke des UAE-Teams. Del Toro beschleunigte an der Spitze mit Pogacar am Hinterrad, dahinter gab es schnell eine Lücke. Der Mexikaner musste kurz danach der Tempoarbeit Tribut zollen und scherte aus, 42 Kilometer vor dem Ziel war Pogacar alleine vorne. Erster Verfolger war Vingegaard, auch für den Dänen begann nun eine Solofahrt ins Ziel. Zunächst sah es so aus, als sollte Lipowitz noch mal an Vingegaard herankommen, doch er schaffte es nicht ganz. Der Deutsche kam dann mit knapp 90 Sekunden Rückstand auf Pogacar oben am Tourmalet an, zusammen mit Paul Seixas und del Toro. Evenepoel folgte einige Sekunden später. An der Spitze fuhr Pogacar wie bei einem Einzelzeitfahren dem Sieg entgegen. Vingegaard verlor immer mehr Zeit, aber er ließ die Verfolger nicht mehr rankommen und war eindeutig der Zweitstärkste. Pogacar räumte in den Pyrenäen auch ganz nebenbei 25 Bergpunkte ab und übernimmt damit auch das Bergtrikot. Auch hier ist Dauerrivale Vingegaard nun Zweiter. Flachetappe nach Bordeaux am Freitag

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