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Attacke auf Flughafen: Wie Merz sich in vertraulicher Runde über den Drohnenangriff von Leipzig äußert

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Es sind die ersten Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz über den versuchten Drohnen-Anschlag am Flughafen Leipzig, die öffentlich bekannt werden: Rund drei Wochen nach den Ereignissen sprach Merz in der Sitzung des CDU-Präsidiums am Montag über die Angriffe und die Folgen.

Wie „Bild“ von mehreren Mitgliedern des CDU-Präsidiums bestätigt wurde, sagte der Bundeskanzler, dass der Regierung Indizien vorliegen, die auf die Urheber der Tat hindeuten. Sollten die Behörden belegen können, wer hinter dem Drohnen-Anschlag stecke, dann müssten die Drahtzieher auch benannt werden. Dies, so Merz, könne dann auch nicht ohne Folgen bleiben.

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Teilnehmer der Sitzung schildern, dass der Kanzler fest entschlossen klang, die Urheber des versuchten Drohnen-Anschlags im Falle erfolgreicher Ermittlungen öffentlich zu benennen und Konsequenzen zu ziehen. Welche dies sein könnten, insbesondere falls ein staatlicher Akteur wie Russland hinter der Tat stehe, kam demnach jedoch nicht zur Sprache.

Am 4. August wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne mit Sprengstoff entdeckt, die offenbar eine ukrainische Militär-Frachtmaschine treffen sollte – der Zünder versagte. Eine zweite Drohne soll in derselben Nacht mit einem DHL-Frachtflugzeug kollidiert sein. Am Dienstag kam heraus, dass Ermittler zehn Tage später eine dritte Drohne und auch Sprengstoff gefunden haben.

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Nach „Bild“-Informationen aus Regierungskreisen wurde bereits kurz nach dem versuchten Anschlag vermutet, dass staatliche russische Stellen den Angriff zu verantworten haben. In einer Pressekonferenz vermied Innenminister Alexander Dobrindt (CSU), Russland zu erwähnen, seine Worte wurden jedoch als Andeutung in Richtung Moskau verstanden.

Wie „Bild“ erfuhr, möchte die Bundesregierung bei der Reaktion auf die Tat darauf achten, nicht den Drahtziehern in die Hände zu spielen. Sprich: Sie will selbstständig über den Zeitpunkt sowie die Art und Weise der Konsequenzen entscheiden. Bei den Überlegungen wird demnach auch berücksichtigt, dass weitere Provokationen möglich sind – und die Reaktion der Regierung daher auch eskalierbar sein müsse.

Paul Ronzheimer ist stellvertretender „Bild“-Chefredakteur und Mitglied des Axel Springer Global Reporters Network.

Filipp Piatov ist stellvertretender Leiter des Politik-Ressorts bei „Bild“.

Das Axel Springer Global Reporters Network ist eine markenübergreifende Initiative, die Scoops, investigative Recherchen, Interviews, Meinungsstücke und Analysen globaler Relevanz veröffentlicht. Journalisten aller Axel-Springer-Marken.

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