DAX +0,83 % 25.390,28 Pkt 11:15:51 MDAX +0,84 % 30.126,21 Pkt 11:15:51 Euro Stoxx 50 -0,13 % 6.108,58 Pkt 11:15:45 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold -0,78 % 4.006,80 USD 11:20:39 Silber -1,71 % 53,19 USD 11:20:29 Brent -3,85 % 111,35 USD 11:20:27 WTI +0,67 % 102,44 USD 11:20:51 Bitcoin -0,65 % 79.487,65 USD 11:30:43 EUR/USD -0,67 % 1,11430 USD 11:30:43 EUR/GBP -0,23 % 0,83660 GBP 11:30:51 EUR/CHF -0,14 % 0,92280 CHF 11:30:52 EUR/JPY -0,11 % 175,723 JPY 11:30:52

Auch in Deutschland: Billig-Smartphones mit vorinstallierter Malware im Umlauf

Technologie

In rund 150 Ländern gelangten offenbar Tausende Android-Smartphones mit bereits integrierter Schadsoftware in den Handel. Betroffen sind sowohl preiswerte Handys als auch vermeintliche Markenmodelle, die sich bei genauerem Hinsehen als einfache Billiggeräte herausstellen. Das Sicherheitsunternehmen Bitdefender hat die verantwortliche Hacker-Kampagne namens „Midnight Mimosa“ im Rahmen einer Studie untersucht.

Infizierte Smartphones: Das sollten Betroffene tun

Die meisten betroffenen Geräte fanden die Sicherheitsexperten in Mexiko, Frankreich und Italien. Es folgten die USA, Deutschland, Brasilien und Spanien. Nach Angaben von Bitdefender ist die Malware in der Systemsoftware verankert. Sie benötigt keine Aktion der Nutzer, um aktiv zu werden.

Für Betroffene ist wichtig zu wissen: Eine normale Deinstallation oder das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen reicht nicht aus, um „Midnight Mimosa“ zuverlässig zu beseitigen. Wer vermutet, dass sein Smartphone betroffen ist, sollte es nicht mehr für sensible Konten nutzen, heißt es von Bitdefender.

Zudem sei es ratsam, das Gerät zu aktualisieren und es mit einer Sicherheitssoftware für Mobilgeräte zu scannen. „Die für Verbraucher zuverlässigste Vorgehensweise besteht darin, sich an den Verkäufer oder Hersteller zu wenden, eine Rückerstattung oder einen Ersatz zu verlangen und sich für ein Gerät einer anerkannten Marke und eines etablierten Händlers zu entscheiden“, heißt es weiter.

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Android-Malware kann SMS mitlesen und selbstständig versenden

Die Hacker missbrauchen die infizierten Smartphones unter anderem für versteckte Werbeaufrufe und fingierte Klicks, um Einnahmen zu erzielen. Darüber hinaus können sie zusätzliche Schadsoftware installieren, Zugriffsrechte erteilen sowie vorhandene Apps verändern oder entfernen.

Zudem ermöglichen die weitreichenden Berechtigungen den Kriminellen, Gerätedaten auszulesen und das Smartphone in ein ferngesteuertes Botnetz einzubinden. Des Weiteren kann die Malware SMS-Nachrichten mitlesen und im Namen der Betroffenen verschicken. Soll weiterer Schadcode auf das Gerät gelangen, deaktiviert die manipulierte Systemkomponente vorübergehend Google Play Protect.

Bitdefender stößt auf verdächtige Systemdatei in Android-Smartphones

Eine Sicherheitsfunktion von Bitdefender Mobile Security schlug bei der ungewöhnlichen Systemdatei „com.android.system.lite“ an. Obwohl sie wie ein gewöhnlicher Bestandteil von Android wirkte, zeigte die Komponente ein auffälliges Verhalten.

Auf einigen betroffenen Geräten entdeckten die Sicherheitsexperten Zertifikate eines Hardwareherstellers aus Shenzhen. Unklar blieb weiterhin, wann und an welcher Stelle der Lieferkette die Schadsoftware auf die Smartphones gelangte. Auch die Verantwortlichen konnten bislang nicht identifiziert werden.

Billig-Smartphones: Weitere Sicherheitsrisiken

Der Fall zeigt, wie der Kauf günstiger Smartphones mit vorinstallierter Malware Verbraucher gefährden kann. Der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) warnt vor minderwertigen Elektroprodukten auf günstigen Online-Plattformen. Zu dünne Kabel, unzureichende Isolierungen oder schlecht befestigte Bauteile können beispielsweise Stromschläge, Überhitzung und Brände verursachen.

Auch beim Datenschutz sieht der VDE Risiken, da nicht immer transparent sei, wie Plattformen persönliche Daten speichern und verarbeiten. Zudem könnten Rückgaben und die Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen bei Anbietern außerhalb der EU kompliziert sein. Der Verband empfiehlt, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren.

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