Audi baut für vier Milliarden Dollar eigenes Werk in den USA
Mit der Ankündigung kurz vor den Zwischenwahlen am 3. November will Trump den Erfolg seiner Zollpolitik unterstreichen, die Importe verteuert. Audi-Chef Gernot Döllner trat als Gast auf der Wahlkampfveranstaltung auf und sagte: »Wir planen, unsere größten und hochwertigsten SUV hier in Macon, Georgia, zu produzieren.« Dies sei eine langfristige Investition, »weil wir an den amerikanischen Markt glauben«.
Die geplante Investition mache Nordamerika neben Europa und China zur dritten tragenden Säule des globalen Audi-Produktionsnetzwerks, teilte das Unternehmen mit.
Der republikanische US-Senator Bernie Moreno sagte, das Audi-Werk wäre »ohne eine wirtschaftsfreundliche Regulierung und ohne die Abschaffung der kalifornischen Vorschriften für den Kraftstoffverbrauch niemals zustande gekommen«.
Audi importiert bisher alle Fahrzeuge für den US-Markt aus Europa oder Mexiko. Die von Trump eingeführten Zölle hatten den Autobauer im vergangenen Jahr mit 1,2 Milliarden Euro belastet. Der Absatz von Audi war in den USA in diesem Jahr um 16 Prozent zurückgegangen.