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Audi in Monza: Was bringt die neue Getriebeübersetzung?

Sport

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Neueinsteiger Audi setzt beim Grand Prix von Italien 2026 in Monza (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) eine neue Getriebeübersetzung für den Audi R26 ein. "Dabei geht es hauptsächlich um die Fahrbarkeit", erklärt Audi-Fahrer Gabriel Bortoleto.

Sein Team habe "schon relativ früh im Jahr" erkannt, dass Änderungen notwendig sein würden. Nun setzt Audi diese Änderungen um. Mit welchen Folgen? Bortoleto gibt sich vorsichtig optimistisch: "Es dürfte uns helfen, beim Start eine etwas konstantere Leistung zu haben. Ich glaube aber nicht, dass sich unsere Starts dadurch massiv verbessern werden."

Zumal Audi laut Nico Hülkenberg ohnehin bereits "große Fortschritte" beim Startvorgang gemacht hat. Das habe sich in Zandvoort gezeigt: "Beide Rennstarts waren bei mir ziemlich konkurrenzfähig. Zumindest gab es keine Probleme und ich habe keine Positionen verloren", sagte Hülkenberg.

Das war zu Beginn der Formel-1-Saison 2026 noch anders: Die Audi-Fahrer Bortoleto und Hülkenberg wurden in der Startphase häufig um einige Plätze nach hinten durchgereicht. Damit gerieten Punkte trotz einer zunächst aussichtsreichen Ausgangslage häufig außer Reichweite.

Deshalb genießt der Startvorgang weiterhin Priorität in der Audi-Entwicklung: "Wenn man sich im Qualifying eine gute Ausgangsposition erarbeitet, muss man diese auch beim Start und in der ersten Runde verteidigen können. Das ist für das Rennergebnis von entscheidender Bedeutung", sagte Hülkenberg. "Deshalb arbeiten wir definitiv mit Hochdruck daran."

Ist Audi ein Punktekandidat in Monza?

Doch gute Starts sind das eine, guter Speed über die Renndistanz das andere. Die reine Antriebsleistung stimmt Bortoleto für Monza jedenfalls nicht optimistisch: "Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass wir derzeit bei der Leistung unserer Power-Unit im Hintertreffen sind."

Er sehe den Audi R26 allerdings als ein "Gesamtpaket" und schiebe es "nicht allein auf das Auto oder den Motor", sagte Bortoleto weiter. Es sei Audi zwar im Saisonverlauf gelungen, durch verschiedene Updates die Fahrbarkeit und die Gesamtleistung des Antriebs zu verbessern. "Wir liegen momentan aber immer noch etwas zurück. Das ist die Wahrheit", sagte Bortoleto.

Deshalb wisse er "nicht genau", ob Punkte in Monza für Audi realistisch sind. Seine Begründung: "Auf Strecken wie Spa und Silverstone hatte ich erwartet, dass wir wegen der vielen Geraden nicht schnell sein würden. Damit lag ich am Ende wahrscheinlich falsch."

"Natürlich glaube ich nicht, dass Monza mit unserem aktuellen Paket die beste Strecke für uns ist. Aber ich schließe ein gutes Ergebnis nicht aus. Wenn wir alles richtig machen und uns im Qualifying in eine gute Ausgangsposition bringen, können wir von dort aus unser Rennen fahren und wahrscheinlich um Punkte kämpfen. Aber einfach wird es definitiv nicht."

Hält die aktuelle Audi-Serie weiter an?

Andererseits hat Audi zuletzt an vier aufeinanderfolgenden Rennwochenenden gepunktet - etwas, das zu Saisonbeginn noch außer Reichweite schien. Für Hülkenberg war diese Entwicklung jedoch "nur eine Frage der Zeit, denn zu Saisonbeginn mussten wir noch einige Probleme und Schwierigkeiten bewältigen. Das haben wir getan." (Fotostrecke: Die Audi-Meilensteine in der Formel 1)

Aus seiner Sicht sei beim Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring der "Knoten geplatzt", so Hülkenberg weiter. "Leider war das ziemlich spät in der Saison. Aber so ist es in diesem Jahr eben gelaufen. Ich wusste: Es würde irgendwann klappen."

Durch die jüngsten Erfolge ist bei Audi eine Aufbruchsstimmung entstanden. Hülkenberg beschreibt sie als "gut und positiv", zumal das Team zuletzt "definitiv große Fortschritte" erzielt und im Vergleich zum Saisonbeginn "deutlich zugelegt" habe.

"Ich glaube, insgesamt sind wir ziemlich zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben und wo wir in unserem ersten Jahr stehen", sagte Hülkenberg. "Wir bauen ja zum ersten Mal einen Antrieb, die Hydraulik, das Getriebe und all diese Dinge selbst. Das sind große und komplizierte Aufgaben. Wir sind daher definitiv zufrieden."

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