DAX +0,68 % 25.534,53 Pkt 13:54:07 MDAX +0,98 % 32.420,35 Pkt 13:54:07 Euro Stoxx 50 -0,31 % 6.269,91 Pkt 13:54:00 Dow Jones +1,03 % 52.747,32 Pkt 23:10:23 S&P 500 +0,21 % 7.428,78 Pkt 23:10:14 Nasdaq -0,22 % 24.876,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,49 % 61.434,19 Pkt 08:45:03 Gold +1,36 % 4.091,30 USD 13:59:03 Silber +0,97 % 57,85 USD 13:58:58 Brent +4,61 % 87,97 USD 13:58:07 WTI +4,31 % 82,68 USD 13:59:05 Bitcoin +0,76 % 64.355,99 USD 14:09:04 EUR/USD +0,12 % 1,13830 USD 14:08:20 EUR/GBP +0,12 % 0,85640 GBP 14:09:06 EUR/CHF +0,18 % 0,93310 CHF 14:09:06 EUR/JPY +0,04 % 186,262 JPY 14:09:06

Audi Q9 vorgestellt: Ein riesiges SUV für den Weltmarkt

Wirtschaft

Inhaltsverzeichnis close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Ich denke, man tritt auch bei Audi mit der Feststellung, nur für den europäischen Markt hätten sie den Q9 wohl nicht umgesetzt, niemandem zu nahe. Das für hiesige Verhältnisse riesige SUV wird vermutlich vor allem in Teilen Asiens und Amerika seine Kundschaft finden, allerdings auch in Europa angeboten. Mutig erscheint, es in Europa vorerst allein mit Dieselmotoren zu versuchen, denn ein Plug-in-Hybrid ist erst in Vorbereitung, und einen batterieelektrischen Antrieb wird es in diesem Auto nicht geben. Weiterlesen nach der Anzeige Serienmäßiges Schiebedach Potenziellen Konkurrenten wie BMW X7 oder dem Mercedes GLS wird wohl kaum jemand schmächtige Abmessungen vorwerfen. Der Q9 übertrifft sie mit 5,31 m nochmals. Sein Radstand misst 3,14 m. Der Kunde kann wählen, ob er das SUV als Sechs- oder Siebensitzer haben möchte. Erstaunlich ist, dass es Massage und Belüftung nur in der ersten Reihe gibt. Ein riesiges Panorama-Glasschiebedach ist dagegen serienmäßig. Ein Rollo sei nicht mehr nötig, befand Audi, weil 99,5 Prozent der UV-Strahlung ausgeschlossen werde. Beim Abstellen wird das Glas undurchsichtig geschaltet, um „Einblicke von außen zu verhindern“, heißt es. Bei 1,81 m Fahrzeughöhe dürfte das allerdings zumindest Spaziergängern meist ohnehin verwehrt bleiben. Wer mag, kann noch Geld in eine Beleuchtung des Glasdachs stecken. Grenzen des Innenraums aufgehoben Natürlich kann der Kunde sich auch bei der Einrichtung verausgaben. Verschiedene Farben und Materialien wie Wolle, Alcantara und natürlich Leder stehen ebenso zur Wahl wie unterschiedliche Holz- oder Karbonleisten. Die Zeiten überreichlich glänzender Flächen sind auch bei Audi vorbei. Das wirke edler und verhindere Fingerabdrücke, heißt es. Audi bietet außerdem ein Soundsystem mit knapp 1,4 kW an, samt Lautsprechern auch in den Kopfstützen und Aktuatoren in den Sitzen. Das System hebe die Grenzen des Innenraums akustisch auf, schreibt Audi. Level 2 auf der Autobahn Weiterlesen nach der Anzeige Neu ist auch der adaptive Fahrassistent plus. Er ermöglicht es, auf der Autobahn bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h die Hände vom Steuer zu nehmen. Der Q9 übernimmt das Lenken, Bremsen und Beschleunigen, solange der Fahrer das Geschehen aufmerksam verfolgt. Das System ist als „Level 2“ gekennzeichnet, der Fahrer bleibt also stets in der Verantwortung. Bei BMW kann ein Spurwechsel mit dem Blick in den Außenspiegel eingeleitet werden, im Q9 muss der Fahrer zum Blinker greifen. Zu haben ist das zunächst nur in Deutschland, den USA und Kanada. Weitere Märkte sollen folgen. Bild 1 von 3 Audi Q9 außen (3 Bilder) In Europa zunächst nur als Diesel In Europa wird der Q9 zunächst nur mit zwei V6-Dieselmotoren zu haben sein. Den Anfang macht die Ausbaustufe mit 220 kW, auf einigen Märkten folgt noch eine mit 180 kW. Beide sind als Mild-Hybride ausgelegt: Über einen Riemenstartergenerator können maximal 18 kW zusätzlich eingespielt werden, die helfen sollen, das Turboloch zuzuschütten. Zusätzlich zum Abgasturbolader verbaut Audi noch einen elektrischen Verdichter, der sehr flink reagieren kann. In 1,2 Sekunden könne darüber der maximale Ladedruck von 3,6 bar aufgebaut werden. Letztlich soll damit nicht nur das Ansprechverhalten optimiert, sondern auch der Verbrauch gesenkt werden. Im WLTP nennt Audi für die 220-kW-Version 7,4 bis 8 Liter. Für die Variante mit 180 kW nennt Audi noch keinen Verbrauch, doch mit nennenswert niedrigeren Werten ist eher nicht zu rechnen. Im Laufe des nächsten Jahres wird in Europa noch ein Plug-in-Hybrid nachgereicht. Gerechnet werden darf mit mindestens 25 kWh und wohl auch damit, dass Audi seine Strategie aufgibt, die teuren Plug-in-Hybride nur mit AC-Ladern ins Rennen zu schicken – während die weniger teuren auch mit Gleichstrom geladen werden können. Einen V6 mit mehr als 400 kW wird es zumindest vorerst nur in den USA geben. Auf dem chinesischen Markt und auch im arabischen Raum wird er wohl ebenfalls sehr bald zu haben sein. Selbstbewusst und mutig In Deutschland will Audi schon ab dem laufenden Monat Bestellungen einsammeln. Die Auslieferungen des in Bratislava gefertigten Q9 sollen dann im November beginnen. Ohne weitere Ausstattung liegt der Listenpreis bei 108.400 Euro. Das sind mehr als 20.000 Euro Zuschlag gegenüber dem ebenfalls gerade vorgestellten Audi Q7 180-kW-Diesel. Selbst bei vergleichbarer Motorisierung liegt der Aufpreis bei rund 18.000 Euro. Audi mag derzeit Probleme haben, an Selbstbewusstsein und auch Mut fehlt es ihr offenkundig nicht. Ob Modelle wie der Q9 die Marke aus der Krise führen, darf allerdings angezweifelt werden.

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