Auf 10 Jahre alten NASA-Satellitenbildern: Forscher machen sensationelle Entdeckung auf dem Pluto
Startseite INTERNET & NETZWELT Auf 10 Jahre alten NASA-Satellitenbildern: Forscher machen sensationelle Entdeckung auf dem Pluto 20. Juli 2026 um 11:59 Uhr netzwelt.de folgen Forscher haben auf inzwischen 10 Jahre alten Satellitenbildern der NASA eine sensationelle Entdeckung auf dem Pluto gemacht. Dabei gelang ihn der Beweis für eine langjährige Annahme. NASA-Forscher konnten jetzt Belegen, dass es auf dem Pluto auch Erdrutsche gibt. Bislang war dies von der Wissenschaft nur vermutet worden, konnte aber nicht belegt werden. Der Nachweis gelang dabei mit 10 Jahre alten Satellitenaufnahmen. Was wir von der Erde kennen, muss auf anderen Himmelskörpern nicht genau so sein. Naturphänomene wie Stürme sind meist auf anderen Planeten um ein Vielfaches extremer. Jetzt hat ein Forschungsteam erstmalig nachweisen können, dass es selbst auf dem eisigen Zwergplaneten Pluto Erdrutsche gibt. Und das zu beweisen, war eine echte Detektivarbeit. In dem Fachjournal "Icarus" veröffentlichten Forschende ihre Entdeckung. Es handelt sich um die ersten Beweise für Erdrutsche auf dem Pluto. Mithilfe von hochauflösenden Aufnahmen der NASA-Sonde "New Horizons" identifizierten sie Landformationen, die nur durch große Masseverschiebungen von Boden- und Eismaterial entstanden sein können. Doch das Verrückte daran: Die ausgewerteten Sondenbilder sind bereits über zehn Jahre alt. Sechs Erdrutsche konnte die NASA-Sonde New Horizons kartieren Felsige Bergketten und Gravitation: Dass Pluto die physikalischen Anforderungen für Erdrutsche besitzt, war der Wissenschaft schon lange klar. Auch ist bekannt, dass große massereiche Bewegungen die Oberfläche maßgeblich formverändern können. Durch eine Reevaluation der Aufnahmen von New Horizons konnte das Team zum ersten Mal beweisen, was zuvor nur angenommen wurde. Warum dauerte es so lange, bis Landslides auf dem Pluto gefunden wurden? Hangabrutsche sind eine typische geomorphologische Eigenschaft von festen Himmelskörpern. Egal ob auf der Erde, dem Mars, dem Mond oder Charon, die Wissenschaft konnte solche Bodenverschiebungen überall feststellen, nur auf Pluto nicht. Ein möglicher Grund dafür ist: Alle sechs gefundenen Überbleibsel von Erdrutschen sind sehr groß mit einer durchschnittlichen Fläche von 130 Quadratkilometern. Weil auf dem Zwergplaneten jedoch eine sehr geringe Schwerkraft und kaum Reibungskräfte herrschen, rutschen die Massen dort weitaus flacher und über viel längere Distanzen ab als überall sonst im Sonnensystem. Das machte sie auf den ersten Blick schwer erkennbar. Pluto war für New Horizons nur der Anfang Bereits 2015 erreichte die NASA-Sonde den Pluto und seine Monde, die sie aber nur im Vorbeiflug untersuchte, bevor sie sich ihrem nächsten Ziel widmete: Arrokoth, der weitentfernteste und primitivste Himmelskörper, der je von einer Sonde untersucht wurde. Mittlerweile ist die NASA-Sonde bereits 60-mal weiter von der Sonne entfernt, als die Erde es ist.