Auf der Reeperbahn: Polizei nimmt Skandal-Rapper Gzuz in Gewahrsam
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Hamburg – Der Gangster-Rapper hinter Gittern! Auf der Reeperbahn hat die Polizei den Sänger Gzuz in Gewahrsam genommen. Er soll Passanten belästigt und die Beamten als „Würmer“ beschimpft haben. Der mehrfach vorbestrafte Rap-Star, der mit bürgerlichem Namen Kristoffer Jonas Klauß (38) heißt, musste die Nacht in der Zelle verbringen.
Wie BILD jetzt erfuhr, hat sich der Vorfall bereits am vergangenen Wochenende ereignet. Gegen 0.15 Uhr war einer Streifenwagenbesatzung der Davidwache in Hamburg aufgefallen, wie ein Mann auf der weltberühmten Rotlichtmeile anscheinend wahllos Passanten anrempelte. Für die Beamten kein Unbekannter: Gzuz, Mitglied der berüchtigten Rap-Gang 187 Straßenbande, taucht seit Jahren wegen Beleidigungen und schwerer Straftaten in den Akten auf.
Polizisten als „Würmer“ beschimpft
Nach BILD‑Informationen hat Gzuz auch in jener Nacht sofort angefangen, die Polizisten zu beleidigen, und warf ihnen Schikane vor: „Was wollt ihr schon wieder von mir?“ Dann habe er damit geprahlt, ein Vielfaches von dem zu verdienen, was die Beamten bekämen, und sie als „Würmer“ beschimpft. Als die Polizisten ihn in Gewahrsam nehmen wollten, habe er sich gewehrt. Gzuz wurde in eine Zelle gesteckt, in der er die Nacht verbringen musste. „Wir ermitteln gegen einen 38-Jährigen wegen Widerstands“, sagt Polizeisprecherin Nadia Papist.
Gzuz saß bereits mehrere Jahre im Gefängnis
Der Skandal-Rapper, der 2016 mit seinem Album „High & hungrig 2“ auf Platz 1 der deutschen Charts stand, hatte in der Vergangenheit mehrfach Ärger mit der Justiz. Unter anderem, weil er eine 19-Jährige geschlagen, einen Laden überfallen und einen Schwan geohrfeigt hatte. Er saß drei Jahre im Gefängnis, u. a. wegen schweren Raubes, Körperverletzung, Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz. Im März 2024 fand die Polizei während einer Kontrolle auf St. Pauli bei ihm Kokain. Er bekam wegen Drogenbesitzes und Beleidigung einen Strafbefehl, musste 75.000 Euro zahlen .
Eine BILD-Anfrage zu dem jüngsten Vorfall ließ das Management des Rappers bislang unbeantwortet.