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Auf Weg zu König Haralds Beerdigung: Selenskyjs Flieger entgeht knapp Drohnentreffer

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Oslo – Beinahe-Katastrophe auf dem Weg zum Staatsbegräbnis von König Harald V. (†89)! Das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) soll beim Start in Moldau nur knapp einem Drohnen-Treffer entgangen sein.

Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (66) bestätigte den dramatischen Vorfall dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK (Norsk rikskringkasting). Er sagte: „Sein Flugzeug wurde beinahe von einer Drohne getroffen, als es in Moldau starten sollte. Das ist die Realität, in der er sich befindet.“

Nach Informationen der ukrainischen Zeitung „Kyiv Independent“ kam es nur knapp nicht zu einem Zusammenstoß mit einer russischen „Shahed“-Drohne, die in den Luftraum von Moldawien eingedrungen war. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber noch nicht. Eine „Shahed“-Angriffsdrohne trägt in der Regel rund 50 Kilo Sprengstoff. Immer wieder dringen die Drohnen in den moldawischen Luftraum ein. Es ist unklar, ob sie dabei von Störsendern fehlgeleitet werden oder Russland das kleine Land gezielt provozieren will.

Selenskyj war am Dienstag nach Oslo gereist, wo er an der Beerdigung des verstorbenen norwegischen Monarchen teilnahm. Doch der Schock des Beinahe-Zusammenstoßes begleitete ihn offenbar auch danach.

Beim Treffen mit Støre am Mittwochmorgen fragte der norwegische Regierungschef nach der Nacht. Die Antwort des ukrainischen Präsidenten: Sie war alles andere als ruhig. „Ich fragte, wie die Nacht gewesen sei, und er sagte, dass es keine gute Nacht gewesen sei, weil er am Telefon gesessen und Nachrichten darüber entgegengenommen habe, wo Raketen eingeschlagen seien“, sagte Støre.

Selenskyj bittet Norwegen um Hilfe

Im Mittelpunkt von Selenskyjs Reise steht jedoch nicht das Staatsbegräbnis, sondern auch die akute Gefahr durch Drohnen und Raketen für die Ukraine. Die Ukraine will dringend ihre Abwehr gegen russische ballistische Raketen verstärken und sucht Unterstützung.

„Unser Schwachpunkt sind die Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen. Wir müssen stärker werden. Ich werde sowohl in Norwegen als auch in Kanada Gespräche führen. Wir müssen unser eigenes System zur Abwehr ballistischer Raketen entwickeln“, sagte Selenskyj am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Kiew.

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