Aufgaben vorab durchgesickert
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Panne an Schule: Mathe-Test für Bayerns Gymnasiasten zählt nicht – „Erneuter Vorfall bedauerlich“
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Einige dürfte das womöglich freuen: der zentrale Mathe-Jahrgangsstufentest für alle Zehntklässler in Bayern wird 2026 nicht benotet.
München – An Bayerns Gymnasien sorgt eine Panne für Aufsehen: Der zentrale Mathematik-Test für alle Zehntklässler kann in diesem Schuljahr nicht benotet werden. Der Grund: An einer einzelnen Schule wurden die Aufgaben des für Donnerstag geplanten Jahrgangsstufentests versehentlich vorzeitig bekannt.
Kultusministerium Bayern: Gleichbehandlung der Schüler nicht mehr gewährleistet
Das bayerische Kultusministerium bestätigte den Vorfall und informierte sämtliche Schulen im Freistaat darüber, dass eine Bewertung des Tests ausgeschlossen sei. „Da eine Gleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler im vorliegenden Fall nicht mehr sichergestellt war, ist es im Schuljahr 2026/27 bedauerlicherweise nicht möglich, dass dieser Jahrgangsstufentest benotet wird“, erklärte das Ministerium.
Betroffen wären rund 37.000 Schülerinnen und Schüler an 430 staatlichen sowie staatlich anerkannten Gymnasien in ganz Bayern gewesen. Statt den Test zu bewerten, empfahl das Ministerium den Schulen, die Aufgaben für eine unbenotete, schulinterne Lernstandserhebung zu nutzen. Daraus ließen sich Erkenntnisse für inhaltliche Schwerpunkte im Unterricht und die individuelle Förderung einzelner Schüler ableiten. Eine Übermittlung der Ergebnisse an das Ministerium ist nicht vorgesehen. Welche Schule für die Panne verantwortlich ist, will das Kultusministerium nicht öffentlich machen – kündigte jedoch intensive Gespräche mit der betroffenen Einrichtung an.
Nicht der erste Vorfall: Schon 2025 musste ein Test abgesagt werden
Es ist bereits das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass ein solcher Test wegen eines Lecks platzt. Bereits vor einem Jahr war ein Jahrgangsstufentest im Fach Englisch aus ähnlichem Grund ausgefallen. Das Ministerium hatte die Schulen anschließend in einem Schreiben nachdrücklich auf die sichere Verwahrung und Geheimhaltung der zentral gestellten Prüfungsunterlagen hingewiesen. „Umso bedauerlicher ist dieser erneute Vorfall, den wir intensiv prüfen werden“, hieß es nun aus dem Ministerium.
Bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern dürfte die Nachricht allerdings überwiegend auf Erleichterung gestoßen sein. Die Jahrgangsstufentests finden stets direkt nach den Ferien statt und gelten als ausgesprochen unbeliebt. Die bayernweiten Durchschnittsnoten im Mathe-Test der Zehntklässler fielen in den vergangenen Jahren mit 3,8 (2025), 3,5 (2024) und 4,13 (2023) auch alles andere als ermutigend aus.