Aus aktuellem Anlass: ARD ändert das Programm am Sonntag
Dass jeden Sonntag um 20:15 Uhr in der ARD die berühmte „Tatort“-Melodie erklingt, ist ein ungeschriebenes Gesetz der deutschen TV-Landschaft, das in dieser Woche allerdings gebrochen wird.
Zum Abschluss der Sommerpause strahlt die ARD an diesem Sonntag den Saarbrücker „Tatort: Das Ende der Nacht“ mit Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer aus, jedoch einen Augenblick später als gewohnt.
Die um 20 Uhr beginnende „Tagesschau“ wird aus aktuellem Anlass um fünf Minuten verlängert, sodass es diesmal erst um 20:20 Uhr ins Saarland geht. Grund für die längeren Nachrichten am Abend ist die Berichterstattung über den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Auch der Rest des Abends steht ganz im Zeichen des Urnengangs der insgesamt etwa 1,7 Millionen Wahlberechtigten. Unmittelbar nach dem „Tatort“ folgt ein „Tagesthemen extra“ und auch in der im Anschluss ausgestrahlten Polit-Talkshow von Carmen Miosga dürfte das Gesprächsthema klar sein.
In der kommenden Woche erwartet uns dann am Sonntagabend zur gewohnten Sendezeit um 20:15 Uhr der erste frische „Tatort“ der neuen Krimi-Saison. Doch nicht nur in der ARD häufen sich die Mordfälle: Wie tödlich es im ZDF bei „Die Rosenheim-Cops“ zugeht und wie die fiktive Mordrate im Vergleich zur Realität aussieht, erfahrt ihr im Video.
Auch ZDF und MDR reagieren auf die Wahl in Sachsen-Anhalt
Nicht nur die ARD passt ihr Programm an diesem Sonntag an, auch beim ZDF spielt die Landtagswahl eine zentrale Rolle. Maybrit Illner, die ansonsten immer am Donnerstag mit ihrer politischen Talkshow auf Sendung geht, wird ab 22:15 Uhr mit einer Spezialausgabe zu sehen sein, die sich ausführlich mit den dann neuen Machtverhältnissen im Magdeburger Landtag beschäftigt.
Der für Sachsen-Anhalt zuständige MDR wird ebenfalls sein Programm ändern. Nach einer Sonderausgabe von „MDR aktuell“ um 21:45 Uhr strahlt der ARD-Sender um 22:45 Uhr die Dokumentation „Volksparteien ohne Volk“ aus, in der es um das schwindende Vertrauen gegenüber CDU und SPD und dem daraus resultierenden Erstarken der Ränder geht.
Eine Stunde später um 23:45 Uhr rekapituliert die Doku „Der Preis der Macht“ die schwierige Regierungsbildung im Nachbarland Thüringen im Jahr 2024, die durchaus als Blaupause für Sachsen-Anhalt herhalten könnte.