Aus aktuellem Anlass: ZDF ändert das Programm
Am 13. August 1961 begann der Bau der Berliner Mauer, mit dem die Massenflucht aus der DDR brutal eingedämmt wurde. Das ZDF erinnert an dieses Ereignis mit einer ausführlichen Programmänderung. Nachdem über 3,5 Millionen Menschen die DDR verließen, riegelte die SED den Arbeiter- und Bauernstaat komplett von der Bundesrepublik ab und errichtete eine Grenze, deren unerlaubtes Übertreten in Richtung Westen mit dem Tod enden konnte. Damit erreichte der Kalte Krieg eine neue Eskalations-Stufe, die erst 1989 durch die friedliche Revolution in der DDR und weiteren Staaten Osteuropas beendet werden konnte. Das ZDF erinnert an den Bau der Berliner Mauer mit einer umfangreichen Programmänderung, beginnend am Mittwoch, den 12. August 2026 um 23:15 Uhr mit der Dokumentation „Deutschland '61 – Countdown zum Mauerbau“, in der es unter anderem um die Entwicklungen im Machtapparat der SED geht, die letztlich zum Bau der Mauer geführt hat. Um 00:15 Uhr folgt die Episode „75 Jahre Deutschland – Wir Grenzgänger“ aus der Reihe „Terra X History“, in der persönliche Schicksale in den Vordergrund rücken. Neben Menschen, die ihre Geschichten über Flucht, Ausreise und Trennung erzählen, kommen auch Prominente aus Ost und West zu Wort, die Erlebnisse aus ihrem Leben im geteilten Deutschland schildern, darunter die Sänger Frank Schöbel und Reinhard Mey sowie Liedermacherin Bettina Wegner und Modeschöpfer Wolfgang Joop. Einen kleinen Einblick in eine Kindheit in der DDR verschafft euch das Video der Redaktion von familie.de Unterschiedliche Perspektiven: Programmänderung zieht sich durch die ganze Nacht Das Programm des ZDF bleibt bis in die frühen Morgenstunden bei seinem Thema und beleuchtet den Bau der Berliner Mauer und die daraus folgenden Lebensumstände im geteilten Deutschland aus unterschiedlichen Perspektiven. In der Dokumentation „Am Todesstreifen: DDR-Grenzer erzählen“ äußern sich ab 1:15 Uhr ehemalige Grenzsoldaten über ihren beruflichen Alltag, danach rücken in „37°: Wir wollten nur raus“ politische Häftlinge in den Vordergrund, deren Drang nach Freiheit im Zuchthaus von Cottbus endete, das mittlerweile als Menschenrechtszentrum fungiert. Nach den Dokumentationen „Grenzgänger – Spurensuche am ehemaligen Todesstreifen“ sowie „Terra X History: Leben an der deutsch-deutschen Grenze“ bildet um 4:15 Uhr das Portrait „Jugend in der DDR – Träume hinter Mauern“ den Abschluss der langen Nacht zum Leben hinter der Mauer. Wie der Titel vermuten lässt geht es um das Leben junger Menschen in der DDR nach dem Mauerbau und ihren Alltag zwischen dem Wunsch nach Freiheit und staatlichen Restriktionen.