Aushängeschild Miguel Oliveira: «Top
Als Miguel Oliveira beim Europaauftakt in PPortimãoerstmals als Superbike-Pilot vor seinen Landsleuten fuhr, brillierte der BMW-Pilot mit drei dritten Plätzen. Seitdem musste der Portugiese so manchen Dämpfer hinnehmen, etwa eine langwierige Verletzung nach einem unverschuldeten Sturz auf dem Balaton Park Circuit oder desaströse Wochenenden wie Magny-Cours, wo die Top-10 unerreichbar waren.
Beim vorletzten Meeting der Superbike-WM 2026 sieht es besser aus, viel besser. Am Freitag glänzte der frühere MotoGP-Pilot im zweiten freien Training in 1:35,816 min und 0,384 sec Rückstand mit der viertbesten Rundenzeit. Schneller waren nur die Ducati-Piloten Nicolò Bulega, Alberto Surra und Iker Lecuona.
«Ich denke, meine Pace ist nicht so schlecht, obwohl mein Bike noch nicht optimal eingestellt ist. Wenn ich gepusht habe, lagen meine schnellste und meine langsamste Runde innerhalb von fünf Zehntelsekunden, und das ist okay», sagte Oliveira am späten Nachmittag. «Was auch immer wir in Cremona gefunden haben, konnten wir es hier bestätigen. Wir haben eine gute Richtung gefunden, und die unterscheidet sich sehr von dem, was wir in Magny-Cours hatten. Das ist zumindest eine gute Basis, auch wenn wir die schon bekannten Schwachpunkte haben. Es ist aber erst Freitag und es läuft schon recht gut. Ich denke, wir sind im Fahrplan. Der Start in das Wochenende war gut, wir haben ein gutes Level. Wir hoffen darauf, dass uns am Samstag ein weiterer Schritt nach vorn gelingt und wir den Top-Piloten etwas näher kommen.»
Ein Ergebnis in den Top-5 wäre ein gutes und realistisches Resultat.
Miguel Oliveira (BMW)
An eine Podestplatzierung wie in Portimão glaubt der BMW-Pilot zwar nicht, doch auf vorderen Positionen möchte Oliveira schon mitmischen.
«Ein Ergebnis in den Top-5 wäre ein gutes und realistisches Resultat», betonte der 31-Jährige. «Die Platzierung ist das eine, wir schauen aber auch auf die Abstände. Im FP1 lagen wir etwa eine Sekunde zurück, im FP2 etwas weniger. Gleichzeitig sind unsere Gegner uns dicht auf den Fersen und aus einem vierten kann auch schnell ein achter Platz werden. Also müssen wir alles zusammenbekommen, uns mit den kleinen Details beschäftigen und am Samstag vor der Superpole ein gutes FP3 haben. Tatsächlich können wir erst dann so richtig einschätzen, was im Rennen möglich ist. Vom Gefühl her habe ich Potenzial, aber mit wenig Spielraum.»