Ausschreitungen in Argentinien fordern Todesopfer
absolutfussball.com International WM 2026 im News-Ticker: Ausschreitungen nach Sieg im Achtelfinale – Ein Toter in Kleinstadt nahe Buenos Aires Von: Curdt Blumenthal, Christoph Klaucke In Argentinien haben Ausschreitungen nach dem Achtelfinal-Sieg zu einem Todesfall geführt. Alle WM-News im Ticker. Update vom 8. Juli, 17.46 Uhr: Bei den Feierlichkeiten nach dem Achtelfinalsieg der argentinischen Nationalmannschaft gegen Ägypten (3:2) ist in der Kleinstadt Cañuelas nahe Buenos Aires ein 46-jähriger Mann ums Leben gekommen. Er wurde von einem Stein am Kopf getroffen und starb noch im Rettungswagen, berichten lokale Medien. Die Polizei nahm nach Auswertung von Überwachungskameras einen 20-jährigen Tatverdächtigen fest. Neben dem Todesfall kam es in mehreren argentinischen Städten zu Ausschreitungen. In San Miguel de Tucumán setzte die Polizei Gummigeschosse ein, um die Innenstadt zu räumen – dabei wurden fünf Personen festgenommen und zwei Polizisten verletzt. Update vom 8. Juli, 16.31 Uhr: Nach dem Achtelfinal-Sieg Norwegens über Brasilien bei der WM hat ein Fan aus Trondheim eine ungewöhnliche Wette eingelöst. Der 26-jährige Vidar Midttun änderte laut Informationen der norwegischen Zeitung Verdens Gang seinen Namen offiziell zu Vidar Nyland Haaland Midttun – nach Torwart Örjan Nyland und Stürmerstar Erling Haaland. Den Namenswechsel erledigte er in der Nacht online über das norwegische Einwohnermeldeamt. Die Reaktionen im Umfeld fielen gemischt aus: Während seine Freunde begeistert waren, schüttelte seine Mutter nur den Kopf. Der Fan selbst denkt bereits über eine Rückkehr zu seinem alten Namen nach – und das ist in Norwegen problemlos möglich. Alle zehn Jahre darf der Name gewechselt werden, ein alter Name sogar jederzeit wiederhergestellt werden. Update vom 8. Juli, 15.25 Uhr: Ein weiterer WM-Trainer muss seinen Hut nehmen. Der Coach Zlatko Dalic, hört auf. Der kroatische Verband veröffentlicht folgende Worte auf Instagram: „Cheftrainer, danke für alles. Die Siege, die Erfolge, die Qualifikationen, die Medaillen, die Einheit, den Respekt und dein unerschütterliches Engagement, für Kroatien zu kämpfen, auf und abseits des Platzes. Die Ergebnisse zeugen von deinen Trainerqualitäten. Der Respekt, den du dir von deinen Spielern, dem Stab und den Gegnern erworben hast, sagt viel über den Menschen aus, der du bist.“ Update vom 8. Juli, 14.55 Uhr: Die marokkanische Fußball-Nationalmannschaft darf im WM-Viertelfinale auf einen Einsatz von Offensivspieler Ismael Saibari hoffen. Der künftige Bayern-Profi musste beim 3:0 Marokkos im WM-Achtelfinale gegen Kanada bereits nach 22 Minuten ausgewechselt werden. Marokko und Frankreich bestreiten an diesem Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Foxborough/Boston das erste Viertelfinale des Turniers. Nach der großen Sorge um Saibari gab es nun Hinweise, dass der 25-Jährige nicht schwerer verletzt ist. Wie das marokkanische Medium Almountakhab berichtet, handelt es sich bei Saibari nur um eine leichte Muskelzerrung. Im Lager der Nationalmannschaft herrsche deshalb Optimismus, dass er bei der anstehenden Partie gegen Frankreich zum Einsatz kommen kann. Saibari absolviert ein spezielles Programm. Die Entscheidung über einen Einsatz soll kurzfristig fallen. Insights aus dem DFB-Team! Seien Sie näher am DFB-Team dran als je zuvor! Unser WM-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News; liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach. Sie erfahren, was im Laufe des Tages wichtig wird, können bei unserem Tippspiel tolle Preise gewinnen und bekommen alle Social-Media-Highlights aufbereitet. Sind Sie dabei? Jetzt zum WM-Newsletter anmelden All unsere Inhalte, Videos, Grafiken, Statistiken und vieles mehr gibt es auch auf absolutfussball.com. Ex-Schiedsrichter Gräfe platzt der Kragen Update vom 8. Juli, 12.40 Uhr: Nun hat sich auch Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe zu den fragwürdigen Ereignissen beim WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten zu Wort gemeldet. „Kein Tor EGY, wegen Foul… <-> Kein Foul ARG, wegen 3:2 Tor Argentinien“, schrieb der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter auf X. „Macht keinen Sinn… Wieder einmal bei dieser WM… Ich hab’s satt…“ Update vom 8. Juli, 10 Uhr: Dass ein argentinischer Schiedsrichter das WM-Viertelfinale von Turnierfavorit Frankreich gegen Marokko pfeift, wird im Lager der Mannschaft von Didier Deschamps entspannt gesehen. „Ich konzentriere mich nicht darauf, wer der Schiedsrichter ist. Das haben wir noch nie gemacht. Wir konzentrieren uns auf Marokko und wollen das Spiel gewinnen“, sagte Bayern Münchens Verteidiger Dayot Upamecano laut eines Berichts der Sportzeitung L‘Equipe vor dem Duell am Donnerstag. Der Fußball-Weltverband FIFA hat für das erste Viertelfinal-Spiel dieser WM den argentinischen Referee Facundo Tello angesetzt, was in den französischen Medien mit ein wenig Verwunderung aufgenommen wurde. Zwischen Frankreich und Argentinien herrscht eine große Rivalität. 2022 gewann Argentinien das WM-Finale gegen die Équipe Tricolore im Elfmeterschießen, vier Jahre zuvor hatte Frankreich die Südamerikaner auf dem Weg zum Titel in einem denkwürdigen Achtelfinale (4:3) ausgeschaltet. Frankreich kann erst im Finale oder im Spiel um Platz drei auf Argentinien treffen. Umgekehrt hatte der Franzose Francois Letexier das WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten (3:2) geleitet. Beschweren konnten sich die Argentinier hinterher nicht, vielmehr waren die Ägypter wegen einiger Entscheidungen aufgebracht. Update vom 8. Juli, 8.25 Uhr: Jürgen Klopp gilt als designierter Nachfolger von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann. Doch wie so oft spielen auch monetäre Aspekte eine große Rolle. Wenn es nach Per Mertesacker geht, soll eine Zusammenarbeit daran jedoch nicht scheitern. Der ehemalige Nationalspieler und ZDF-Experte fordert Klopp auf, auf Geld zu verzichten – und will mit gutem Beispiel vorangehen. Update vom 8. Juli, 8.10 Uhr: Lionel Messi hielt seine Argentinier beim 3:2-Sieg im WM-Achtelfinale gegen Ägypten mit einer Vorlage und einem Treffer am Leben. Die Partie dürfte noch lange in Erinnerung bleiben – „Messi pharaonisch. Gott ist auferstanden“: Die internationale Presse feiert das Argentinien-Drama. Erstmeldung vom 8. Juli: Der dramatische 3:2-Sieg der argentinischen Nationalmannschaft gegen Ägypten im WM-Achtelfinale hat in der Heimat des Weltmeisters eine Welle der Euphorie ausgelöst. Rund um den Obelisken in Buenos Aires versammelten sich laut dpa mehrere Tausend Menschen, tanzten, sangen und verwandelten die Innenstadt bis in den späten Abend in eine einzige Partyzone. Erinnerungen an den WM-Triumph von 2022 wurden wach – doch die Nacht hatte auch eine dunklere Seite. Denn was als kollektiver Freudentaumel begann, kippte an einigen Orten. In Buenos Aires nahm die Polizei laut lokalen Medienberichten 19 Personen fest. Besonders brisant: In der nordwestlichen Provinzhauptstadt San Miguel de Tucumán kam es laut dpa zu handfesten Zusammenstößen zwischen feiernden Fans und Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Gummigeschosse ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen – fünf Menschen wurden festgenommen, zwei Polizisten verletzt. Gewalt-Ausbruch in Argentinien nach Messi-Gala Auslöser der Ekstase war einmal mehr Lionel Messi. Der Superstar leitete die Wende nach dem 0:2-Rückstand mit einer Vorlage und dem Ausgleichstreffer ein – und avancierte damit erneut zum Heilsbringer einer ganzen Nation. Argentinien glaubt, und das nicht ohne Grund: Mit Messi in dieser Form scheint der vierte WM-Stern in greifbarer Nähe. Dass Fußball-Leidenschaft in Argentinien bisweilen gefährliche Ausmaße annehmen kann, ist kein neues Phänomen. Die Bilder aus Tucumán dürften die Behörden dennoch aufschrecken – zumal das Turnier für die Albiceleste gerade erst richtig an Fahrt aufnimmt. Sollte Argentinien weiter gewinnen, werden die Feiern größer. Und die Herausforderung für die Sicherheitskräfte auch.