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Außenminister von Estland: „Kann sein, dass Putin eines Tages aus dem Fenster springt“

Welt

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Tallinn – Die Luft für den Kreml-Chef wird dünner. Estlands Außenminister Margus Tsahkna ist sicher: Wladimir Putin (73) steht massiv unter Druck. Nach Ansicht des Ministers bröckelt der Rückhalt für dessen Krieg selbst in den eigenen Reihen. Und Tsahkna hält sogar ein spektakuläres Ende des Machthabers für denkbar. Seine Begründung: Der Westen trifft Russland endlich dort, wo es wehtut. Die Sanktionen wirken, die Wirtschaft ächzt, die Ukraine schlägt immer häufiger tief im russischen Hinterland zu. Auch Putins engstes Umfeld soll längst nicht mehr geschlossen hinter ihm stehen. „Selbst im Kreis der Oligarchen zweifeln mehr und mehr an Putins Krieg“, sagte Tsahkna dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Viele, die vor einem Jahr noch von einem Sieg gesprochen haben, glauben inzwischen nicht mehr daran.“ Die Angriffe auf russische Ölraffinerien und wichtige Infrastruktur hätten Folgen. „Mittlerweile spürt jeder Russe, dass dieser Krieg nicht irgendwo weit entfernt stattfindet, sondern das eigene Land erreicht hat.“ Für den estnischen Außenminister ist klar: „Putin könnte seine Ziele ändern und ernsthafte Verhandlungen aufnehmen – wenn er rational handelt.“ Doch dann legte er nach: „Es kann aber genauso gut sein, dass er eines Tages gemeinsam mit seiner Familie aus dem Fenster springt. So etwas kommt in Russland schließlich vor.“ Trumps Gespräche mit Putin sind gescheitert Von den Bemühungen des US-Präsidenten Donald Trump (80) hält der estnische Chefdiplomat im Nachhinein nicht mehr viel. „Die Gespräche sind faktisch gescheitert“, sagte er. „Putin hat Trump vor allem Zeit gekostet. Genau davor haben wir von Anfang an gewarnt.“ Moskau habe trotz der Verhandlungen seine Angriffe sogar noch verstärkt. „Während über Gespräche geredet wurde, hat Russland den Druck auf die Ukraine weiter erhöht.“

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