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Ausstellung von deutschem Künstler abgebrochen! Diebe klauen 210 Mini-Mozarts

Unterhaltung

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Salzburg – Seine goldenen Mini-Mozarts sind weltweit bekannt. Zu Ehren des 270. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) stellte der deutsche Künstler Ottmar Hörl (76) seine Figuren jetzt in Österreich aus. Dort verschwanden innerhalb von nur zwei Wochen 210 Stück. Der Künstler glaubt, dass gut organisierte Diebe am Werk waren. Insgesamt 320 der jeweils 50 Zentimeter hohen Figuren aus goldfarbenem Kunststoff hatte Hörl Mitte Juli an drei Orten in Salzburg ( Österreich ) aufgestellt. Rund 240 davon standen im berühmten Mirabellgarten, einem der Touristen-Hotspots der Mozartstadt. Dort schlugen die Diebe zu. Jeden Abend um 18 Uhr wird der Park geschlossen. Trotzdem wurden 210 Figuren gestohlen. „Wie die nachts hineingekommen sind, weiß ich nicht“, sagt Hörl zu BILD. „Aber es ist nicht so einfach, mitten in der Stadt diese Menge an Figuren zu stehlen.“ Diebe schlugen wohl in mehreren Nächten zu Für Hörl ist klar: „Die Leute, die das gemacht haben, müssen gut organisiert gewesen sein.“ Dass Touristen die Figuren tagsüber mitgehen ließen, hält er für ausgeschlossen. „Da sind Tausende von Menschen. Die würden etwas sagen.“ Stattdessen geht der Künstler davon aus, dass die Täter in mehreren Nächten zuschlugen. „Wahrscheinlich haben sie zunächst getestet, ob Überwachung da ist – und dann haben sie radikal abgeräumt.“ Der dreiste Diebstahl war Parkwächtern aufgefallen, erklärt Hörl. „Das ist das Schlimmste für einen Künstler“ Für Hörl ist vor allem der Verlust seiner Kunst bitter. „Das Geld ist eine Sache, aber ein Künstler macht seine Arbeit, damit sie gesehen wird“, sagt er zu BILD. „Und wenn sie einfach verschwindet, ist das schlimm.“ Die gestohlenen Figuren wollte Hörl später für 90 Euro pro Stück verkaufen. Der Schaden: rund 19.000 Euro. Ersatz konnte Hörl nicht besorgen: Einen Tag nach Ausstellungsbeginn ging die Herstellerfirma in den Sommerurlaub. Zudem seien die Figuren komplett ausverkauft. „Aus der ganzen Welt kommen Bestellungen, sogar aus Japan“, sagt Hörl. Die Folge: Die Ausstellung wurde abgebrochen. Diebe können ihre Mozarts kaum verkaufen Doch auch die Täter haben ein Problem: Ihre Beute lässt sich kaum zu Geld machen. Denn den gestohlenen Exemplaren fehlt die Künstler-Signatur. Dazu kommen laut Hörl drei Schraubenlöcher von der Befestigung. Taucht also irgendwo ein unsignierter Mozart mit diesen Löchern auf, ist seine Herkunft leicht zu erkennen. „Das heißt, sie können die Figuren höchstens im eigenen Garten aufstellen – wenn sie einen haben“, witzelt Hörl. Mit einem solchen Massendiebstahl hat der Künstler schon Erfahrung. Bei einer früheren Schau vor dem Opernhaus in Bayreuth verschwanden 100 Figuren des Komponisten Richard Wagner.

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