Australien: Angefahrene Politikerin verliert beide Beine
Der Zustand der mutwillig von einem Auto angefahrenen australischen Abgeordneten Helen Haines ist ihrem Ehemann zufolge stabil. Jedoch musste ihr am Mittwoch auch das zweite Bein abgenommen werden, wie Phil Haines am Mittwoch der Presse gegenüber mitteilte. In einer bewegenden Stellungnahme erklärte er, seine Ehefrau habe ein „großes Herz“ und ihren „scharfen Verstand“. „Wir sind dankbar, dass an diesem Punkt sowohl ihr Herz als auch ihr Verstand in guter Verfassung sind“, sagte Haines. Das Krankenhaus hatte ihren Zustand dagegen weiter als „kritisch“ bezeichnet.
Dem Ehemann zufolge liege vor der schwer verletzten Politikerin ein langer Genesungsprozess. „Aber sie ist eine Kämpferin“, sagte Haines. Er dankte außerdem den Mitarbeitern ihres Wahlkreisbüros, die sich als Erste um sie gekümmert, und den Anwohnern, Notärzten und Krankenhäusern, die ihr geholfen hätten. Er bedankte sich zudem für Tausende Nachrichten der Unterstützung aus aller Welt und rief dazu auf, anstatt Blumen am Tatort abzulegen, an eine Kinderhilfsorganisation zu spenden.
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Täter der vorsätzlichen schweren Körperverletzung angeklagt
Der mutmaßliche Täter, der 43 Jahre alte Brendan N., wurde Agenturen zufolge am Mittwoch einem Richter vorgeführt und der vorsätzlichen schweren Körperverletzung, des gefährlichen Fahrens mit schwerer Körperverletzung als Folge sowie der Verletzung eines Bundesbeamten angeklagt. Bei dem Termin, der von zahlreichen Journalisten verfolgt wurde, schwieg er.
Das Motiv für die Tat ist weiterhin unklar. Seinem Anwalt zufolge hat N. psychische Probleme und eine Gehirnerschütterung erlitten. Zudem leide er unter einer seltenen neurologischen Krankheit. Dabei handele es sich um eine idiopathische transverse Myelitis, bei der sich das Rückenmark entzünde. Die Folge seien Muskelschwäche, Taubheitsgefühle und Störungen der Blasen- und Darmfunktionen.