DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Ausweitung der Kampfzone: Krieg im Nahen Osten eskaliert

Welt

Der Krieg im Nahen Osten weitet sich aus. Der Ölpreis stieg infolge der jüngsten Eskalation erneut deutlich an. Der Preis für die Referenzsorte Brent nahm zeitweise um bis zu fünf Prozent zu, später lag der Anstieg bei 3,5 Prozent. Im Juni war der Ölpreis nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zunächst deutlich gefallen. Südkoreas Aktienmarkt ist mit einem deutlichen Minus in die Handelswoche gestartet. So ist der Leitindex Kospi bis eine halbe Stunde vor Handelsschluss um knapp acht Prozent eingebrochen. Auch andere Börsen in Asien verzeichneten Verluste. Reaktion der Märkte: Ölpreis zieht an, asiatische Börsen im Minus Im Nahen Osten erfasst der Krieg nun auch andere Länder: Im Jemen ist es zu einem Luftangriff auf den Flughafen der Hauptstadt Sanaa gekommen. Die Huthi-Miliz machte dafür Saudi-Arabien verantwortlich. Bei saudischen Angriffen sei die Start- und Landebahn getroffen worden, meldete der Huthi-nahe TV-Sender Al-Masirah. Riad äußerte sich zunächst nicht dazu. Wenig später reklamierte das jemenitische Verteidigungsministerium die Angriffe für sich. Demnach sollte mit den Luftangriffen die Landung eines iranischen Flugzeugs auf jemenitischem Boden verhindert werden. Die Huthi hätten ihrerseits einem Flugzeug der nationalen jemenitischen Fluggesellschaft die Landung auf dem Flughafen Sanaa untersagt und stattdessen auf der Landung eines iranischen Flugzeugs bestanden. Als Reaktion darauf sei die Start- und Landebahn des Flughafens angegriffen worden. Merz auf iranischer Todesliste – wie würde Deutschland auf ein Attentat reagieren? Der Iran meldete am Montag neue Angriffe im Südwesten des Landes. In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich. Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Morgen für beendet erklärt. Die britische Regierung will die Islamischen Revolutionsgarden nach einem neuen nationalen Sicherheitsrecht als Bedrohungsorganisation einstufen. Das geht aus einem entsprechenden Entwurf von Montag hervor, der auch eine weitere, mit dem Iran in Verbindung gebrachte Organisation sowie eine Freiwilligeneinheit des russischen Militärgeheimdienstes erfasst. Das US-Militär erklärte, in der Nacht zum Montag Dutzende Ziele im Iran beschossen zu haben. Die iranischen Revolutionsgarden griffen nach eigenen Angaben US-Militärziele in Jordanien, Kuwait, Bahrain und im Oman an. Es war die zweite Nacht von gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran in Folge. Zu den nächtlichen US-Angriffen teilte das US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit, deren Ziel sei es gewesen, die Fähigkeit des Iran einzuschränken, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren. Bei der jüngsten Angriffswelle seien unter anderem iranische Luftabwehrsysteme und Radarstationen ins Visier genommen worden. Die US-Armee hatte bereits in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus attackiert hatten. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Ziele in der Region. Bahrain warf dem Iran am Montag vor, bei den „abscheulichen Angriffen“ auf das Königreich Zivilisten mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen zu haben. Der Iran verurteilte die jüngsten US-Angriffe. Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichtegemacht, erklärte das iranische Außenministerium in der Nacht zum Montag. Ministeriumssprecher Esmaeil Bakaei sagte später, der Iran fühle sich bei Verstößen der USA nicht mehr an das Mitte Juni unterzeichnete Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges gebunden: „Jedes Mal, wenn die andere Seite ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, haben wir unsere ebenfalls nicht eingehalten“, sagte er und warnte: „Wir werden weiterhin so vorgehen.“ Bakaei zufolge ist der Iran aber weiter mit den Vermittlerstaaten Katar, Pakistan und dem Oman in Kontakt, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Es habe „in den vergangenen Tagen“ Kontakte mit den drei Vermittlern gegeben. Die iranischen Streitkräfte hatten zuletzt nach eigenen Angaben in Vergeltung für US-Angriffe Ziele unter anderem auch in Katar und im Oman attackiert. Seit Anfang April galt im Iran-Krieg eine brüchige Waffenruhe. In jüngster Zeit war es aber wegen des Streits um die freie Durchfahrt durch die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormus immer wieder zu Kämpfen gekommen. US-Präsident Donald Trump erklärte die Waffenruhe deshalb in der vergangenen Woche für beendet. Den iranischen Revolutionsgarden zufolge ist die Straße von Hormus „geschlossen“. Das staatliche Fernsehen berichtete, der Iran habe am Montag „Warnschüsse“ auf zwei Schiffe abgegeben, die versucht hätten, die Meerenge zu durchqueren. Das US-Militärkommando Centcom teilte indes auf X mit, die Passage sei für die „legale“ Schifffahrt geöffnet und der Iran übe keine Kontrolle über sie aus. (mit AFP und dpa) Lesen Sie mehr zum Thema

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