Auto-Industrie beschäftigt so wenige Menschen wie vor 20 Jahren
Dennoch ist die Autoindustrie gemessen an der Beschäftigtenzahl nach wie vor die zweitgrößte Industriebranche hierzulande – nach dem Maschinenbau mit 905.900 Beschäftigten. Dieser ist allerdings ebenfalls unter Druck. In der Industrie sind 140.000 Jobs verloren gegangen Besonders stark von der Krise betroffen sind viele Zulieferbetriebe. Im Zulieferbereich der Herstellung von Teilen und Zubehör für Kraftwagen betrug der Beschäftigtenrückgang 7,6 Prozent auf zuletzt 219.500. Allerdings betrifft der Rückgang nicht alle Zulieferer gleichermaßen. In der kleineren Zulieferbranche der Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern stieg die Zahl der Beschäftigten um zehn Prozent. Allerdings sind dort insgesamt nur 42.800 Menschen tätig. Der Rückgang der Beschäftigten war in der Autoindustrie so hoch wie in keiner anderen großen Industriebranche, so das Statistikamt. Demnach wurden hier binnen der zwölf Monate bis Ende Juni 5,8 Prozent der Jobs abgebaut. Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt betrug der Rückgang 2,7 Prozent. Das entspricht einem Minus von 144.100 Jobs auf noch 5,29 Millionen Beschäftigte. In der Herstellung von Metallerzeugnissen etwa ging die Beschäftigtenzahl um 3,8 Prozent zurück auf 471.700, in der chemischen Industrie um 3,6 Prozent auf 312.000 und in der Herstellung elektrischer Ausrüstung um 3,4 Prozent auf 374.500. Im Maschinenbau sank die Zahl der Beschäftigten binnen eines Jahres um 2,7 Prozent, in der Kunststoffindustrie um 2,2 Prozent.