Autobauer: Der riskante Deal des Porsche-Chefs
Stuttgart, Düsseldorf. Kurz sind die Wege bei Porsche, darauf sind sie stolz in Zuffenhausen. Dass sie irgendwie auch Mittelständler geblieben sind, trotz eigener Börsenstory. Nur wenige Hundert Meter liegen zwischen Stammwerk, Konzernzentrale und Eigentümerholding. Keine halbe Stunde brauchen Besucher, um die Machtzentren rund um den Porscheplatz abzulaufen. Genau auf diesem kleinen Radius dürfte sich in diesen Tagen die Zukunft der angeschlagenen Sportwagenschmiede entscheiden. Am Mittwoch kommt der Porsche-Aufsichtsrat zusammen, um über ein zweites Zukunftspaket des Autobauers zu entscheiden. Für den neuen Porsche-Chef Michael Leiters, erst seit diesem Jahr in dieser Funktion, geht es um nichts weniger als eine Vollsanierung: Tausende Stellen soll er bei Porsche abbauen – zusätzlich zu den 3900 Jobs, die noch sein Vorgänger Oliver Blume zur Streichung freigegeben hatte.