Autobauer: Einbruch um 16 Prozent - Porsche liefert weniger Fahrzeuge aus
Stuttgart. Der Absatzeinbruch bei Porsche hält an – in allen Märkten. Der Sportwagenhersteller hat in den ersten neun Monaten des Jahres 178.532 Fahrzeuge ausgeliefert. Im Vorjahr waren es 212.509. Das ist ein Rückgang von 16 Prozent, wie bereits zum Halbjahr.
Besonders heftig ist der Einbruch in China um ein Drittel auf nur noch 21.493 Fahrzeuge. Der erste Elektrosportwagen Taycan ist in der Volksrepublik praktisch nicht zu verkaufen, seit der chinesische Konkurrent Xiaomi ein vergleichbares Fahrzeug zu weniger als dem halben Preis ausliefert. Das Marktumfeld bleibe dort unverändert anspruchsvoll, teilte Porsche mit.
Die Zahlen kommen wenige Tage, nachdem Porsche-Chef Michael Leiters den Investoren auf einem Kapitalmarkttag seine Gesundschrumpfungsstrategie „Sportwagenschmiede ’35“ vorgestellt hatte. Sie sieht im Kern weniger Modelle mit dafür höheren Stückzahlen zu höheren Preisen vor.
„Unser Fokus liegt auf besonders begehrlichen Sportwagen, attraktiven Derivaten und dem weiteren Ausbau unseres Individualisierungsangebots“, sagte Vertriebschef Matthias Becker. Dabei sei Porsche auf gutem Weg. Nach einem kurzen Anstieg sank der Aktienkurs seit der Bekanntgabe der neuen Strategie am Mittwochmorgen allerdings von 43 Euro auf 41 Euro zu Börsenschluss am Donnerstag.