Autobauer: Mercedes baut in Ungarn aus und spart in Deutschland
Der Autobauer stellt in Ungarn ein und kürzt in Deutschland. Produktionsvorstand Michael Schiebe im Interview über Arbeitszeiten, Kostendruck in Deutschland – und Vorteile heimischer Fabriken.
Mercedes-Produktionsvorstand Schiebe: „Wir sollten keinen Abgesang auf den Standort Deutschland starten.“ Foto: REUTERS
Kecskemet. Der Produktionsvorstand von Mercedes-Benz, Michael Schiebe, hat die Verdopplung der Kapazitäten im Werk des Niedriglohnlands Ungarn verteidigt. „Die Werkserweiterung in Kecskemet hilft uns, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern“, sagt Schiebe im Interview mit dem Handelsblatt. Es gehe darum, die Kostenbasis insgesamt zu senken.
In Kecskemet, südöstlich von Budapest, steht nun die größte europäische Fabrik von Mercedes. Gleichzeitig kürzt der Konzern in Deutschland und hat im Heimatland sein Sparprogramm verschärft.
Das Management will, dass die Beschäftigten in Deutschland ohne Lohnausgleich mehr arbeiten. Schiebe verweist auf Ungarn: „Die Arbeitsstunden, die ein Mitarbeiter hier zur Verfügung stellt, sind höher als in Deutschland.“ Auch der Krankenstand sei deutlich geringer.
Die Gewerkschaft IG Metall hat Widerstand angekündigt. Doch Mercedes müsse wettbewerbsfähiger werden, sagt der 42-jährige Vorstand. Sollte es zu keiner Einigung kommen, skizziert er im Gespräch ein Extremszenario mit drastischen Folgen.
Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Michael Schiebe:
Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige
remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln
Anzeige
FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg
Anzeige
Presseportal Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt