Autobauer: Tausende wollen BMW verlassen - Abfindungsprogramm geschlossen
München. BMW schließt sein Abfindungsprogramm weniger als zwei Wochen nach dem Start wieder. Seit dem 8. Oktober haben mehrere Tausend Mitarbeitende ihre Bereitschaft erklärt, das Unternehmen zu verlassen. Damit hat der Konzern sein Ziel erreicht, weitere Anmeldungen sind nicht mehr möglich.
BMW bestätigte am Dienstag, die angepeilte Marke „frühzeitig“ erreicht zu haben. Eine Zahl wollte das Unternehmen nicht nennen. Es hat sich vorgenommen, das Programm bis zur Mitte des kommenden Monats abzuschließen.
Das bedeutet nicht, dass die vielen interessierten Mitarbeitenden das Unternehmen bis dahin bereits verlassen können. Vielmehr sollen sie bis dahin wissen, ob sie einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen können.
Bei dem Abfindungsprogramm gilt das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit: Nicht nur der Mitarbeiter muss gehen wollen. Auch der Arbeitgeber muss zustimmen.
Die Angebote hatten Zehntausende BMW-Mitarbeitende erhalten. Einsehen konnten zunächst jedoch nur die wenigsten, wie viel der Konzern ihnen für den Abschied zahlen will – das Portal brach kurz nach dem Start zusammen, weil so viele Beschäftigte wissen wollten, was ihr Abgang wert wäre. Das Handelsblatt hatte über die Panne berichtet. Stundenlang konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Angebote nicht einsehen. Am nächsten Tag war das Problem gelöst.