DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold -0,22 % 4.029,70 USD 23:22:10 Silber -0,62 % 54,01 USD 23:21:12 Brent -0,38 % 110,32 USD 23:21:30 WTI -0,35 % 101,40 USD 23:21:51 Bitcoin -0,26 % 79.814,51 USD 23:32:35 EUR/USD -0,39 % 1,11770 USD 23:31:43 EUR/GBP +0,05 % 0,83750 GBP 23:32:34 EUR/CHF +0,50 % 0,92460 CHF 23:32:35 EUR/JPY +0,24 % 176,020 JPY 23:32:36

Autobauer: Wie Mercedes die Krise überwinden will

Wirtschaft

Der Autokonzern ist in eine gefährliche Abwärtsspirale aus sinkenden Gewinnen und Verkaufszahlen geraten. Das Handelsblatt zeigt, wie das Management gegensteuern will.

Mercedes’ Profitabilität sinkt drastisch. Im zweiten Quartal lag die unbereinigte Umsatzrendite der Autosparte bei nur 0,2 Prozent. Analysten halten eine Gewinnwarnung für möglich.

Auch der Absatz schwächelt. Mercedes lieferte in den ersten neun Monaten 1,24 Millionen Pkw aus, sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Konzernchef Ola Källenius will Mercedes wieder auf Kurs bringen. Er setzt auf Kostensenkungen und Verlagerungen in Niedriglohnländer. Mit einer neuartigen Autoproduktion und autonomen Fahrzeugen will er Mercedes aus der Krise führen.

Dazu soll auch die größte Modelloffensive der Konzerngeschichte beitragen. Lesen Sie hier, wie die neuen Baureihen ankommen.

Stuttgart, Sindelfingen, Rastatt, Bremen, Peking, Kecskemét, Graz. „Ihr seid viel zu teuer“, ruft ein Mann in roter Jacke in die Menge. Laute Buh-Rufe schallen ihm entgegen. „Ihr seid viel zu faul“, schreit er, „Ihr seid viel zu oft krank“, „Ihr seid nicht wettbewerbsfähig“. Die Worte „Ihr seid viel zu viele“ gehen in dem tosenden Lärm fast unter.

Der Mann heißt Michael Häberle, ist Betriebsratschef im Mercedes-Benz-Komponentenwerk Untertürkheim und Aufsichtsrat des Autokonzerns. Was er während des Protesttags der IG Metall Mitte September vor den Mercedes-Werkstoren sagt, ist nicht seine Meinung. Sondern das, was einige Beschäftigte von Mercedes gerade empfinden. „Wir werden es ihnen zeigen“, ruft Häberle und zeigt auf das Management-Hochhaus, das nur wenige Meter entfernt steht.

Dort, in der zwölften Etage, hat Konzernchef Ola Källenius (57) seinen Arbeitsplatz. Ob er etwas von den Protesten mitbekommen hat, ist nicht überliefert. Sein Stab wird ihm später erzählen, dass die Beschäftigten „Ola raus“ gerufen und Plakate mit der Aufschrift „Jetzt ist Schluss, Källenius“ hochgehalten haben.

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